Gocherin steht im Halbfinale bei „The Voice of Germany“

Erzieherin Rahel Maas steht am Sonntag, 9. Dezember, im Halbfinale der Castingshow

GOCH. Angefangen hat alles mit einem YouTube-Video, mit dem Rahel Maas sich bei der beliebten Gesangs-Castingshow „The Voice of Germany“ Anfang des Jahres beworben hat. Jetzt steht sie am Sonntag, 9. Dezember, im Halbfinale mit elf anderen Talenten.

Hätte man der sympathischen Gocherin vor einem Jahr gesagt, dass sie in diesem Jahr nicht nur bei der Castingshow mitmachen würde, sondern es auch bis ins Halbfinale schafft, hätte Maas wohl nur mit dem Kopf geschüttelt: „Ich habe niemals gedacht, dass ich es soweit schaffe“, erklärt die gelernte Erzieherin, die gerade dabei ist, ihre Koffer zu packen. Ihr Ziel: das Halbfinale in Berlin.

Rahel Maas hat sich ins Halbfinale gesungen.
Foto: Sat. 1 / Pro Sieben / Andre Kowalski

Musik spielt für Maas schon lange eine wichtige Rolle. Seit 2015 spielt sie in der Band „New Age“, mit der sie auch öfters auf Dorffesten und Weihnachtsmärk­ten auftritt. Den Anstoß zur Bewerbung bekam Maas von ihrer Freundin: „Sie hat mir immer gesagt, dass ich mich doch mal bewerben soll.“ Das hat die 23-Jährige daraufhin auch gemacht. Nach mehreren Castingrunden stand sie am Ende vor der Jury – hinter einem Vorhang. „Ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, eine Vorhang-Kandidatin zu sein und ich habe zugestimmt“, so Maas. Der Vorhang ist eine Besonderheit bei der Castingshow, in der die Coaches sich auf den Gesang verlassen und je nach Gefallen umdrehen, denn auch die Kandidatin kann so nicht sehen, ob die Coaches sich umdrehen: „Das war schon etwas behüteter, aber ich wusste so natürlich bis zum Schluss nicht, ob sich jemand umgedreht hat“, berichtet die Gocherin. Was danach passiert ist, ist für Maas nur noch aufgrund der Fernsehbilder rekonstruierbar: „Ich hatte da ein totales Blackout und kann mich nur an das Bild erinnern, dass Mark den Vorhang in der Hand hat“, so die 23-Jährige lachend.

 „Ich sauge alles auf, was Mark Forster mir sagt.“

Von da an ging es für Maas immer weiter – erst in die Battles, dann in die Sing-Offs und von dort direkt ins Halbfinale. Mit ihrem Coach, Mark Forster, ist die Gocherin rundum zufrieden: „Ich sauge alles auf, was er mir sagt und es macht unglaublich viel Spaß.“ Das Warten auf dem so genannten „Hot Seat“, bei dem die Talente zwar erst mal weiter sind, aber durch ein anderes Talent, das der Coach besser findet, ihren Platz wieder verlieren können, war nervenaufreibend: „Man feiert die anderen Kandidaten, während sie auftreten richtig, ist aber natürlich auch angespannt, ob man nun doch raus muss“, so Maas. Am Ende durfte die 23-Jährige aber bis zum Schluss sitzen bleiben und ist damit auch eine Runde weiter.

Ihr Arbeitgeber, der Arnold Janssen Kindergarten in Goch, muss deshalb noch eine Woche auf die Erzieherin verzichten: „Im Kindergarten unterstützen mich aber alle total. Wir haben sogar am nächsten Morgen mit den Kindern die Ausschnitte von mir im Fernsehen angeschaut.“ Für die Gocherin ist der Beruf der Erzieherin, neben der Musik, ihr Traumjob: „Die Kinder haben auch Bilder von mir auf der Bühne gemalt“, erklärt Maas gerührt. Ein paar Tage müssen die Kinder allerdings noch auf Maas verzichten: „Was ich am Sonntag singen werde, ist noch geheim, aber ich versuche immer, etwas aus meiner Komfortzone herauszutreten.“

Falls es gut für die Gocherin läuft und sie noch eine Runde weiter ins Finale kommt, müssen die Kinder des Arnold Jansen Kindergartens noch eine weitere Woche auf die Erzieherin verzichten. Dafür wird es dann aber bestimmt eine Menge toller Bilder geben, wenn sie wieder zurück in Goch ist.