Einzelhändler kämpfen für ihre Weihnachtsbeleuchtung

Die Geschäftsleute sammelten Spenden, um die Kosten für 2018 zu decken

KLEVE. Ohne Weihnachtsbeleuchtung fehlt in der (Vor)-Weihnachtszeit etwas in der Stadt. Fast wäre in diesem Jahr die Hoffmannallee allerdings dunkel geblieben. Durch den Wegfall des Klever City Netzwerkes (KCN) fehlte den Einzelhändlern schlichtweg die Unterstützung, um die Weihnachtsbeleuchtung finanzieren zu können. Eine Eigeninitiative der Händler rettete aber dann doch die Weihnachtsbeleuchtung auf der Hoffmannallee.

Die Geschäftsleute der Hoffmannallee schalteten gemeinsam mit Sponsoren die Weihnachtsbeleuchtung ein. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

In diesem Jahr haben die Einzelhändler nämlich Geld gesammelt. Externe Sponsoren, die Händler der Hoffmannallee selber und sogar Privatleute unterstützten das Projekt „Weihnachtsbeleuchtung“. „Sie alle haben gesagt, dass ohne die historische Beleuchtung auf der Hoffmannallee einfach etwas fehlen würde“, sagt Christoph Dammers, der das Intersport-Geschäft am EOC an der Hoffmannallee betreibt. Seit 44 Jahren leuchtet sie schließlich schon zur (Vor-)Weihnachtszeit. Damals hatten sich auch Händler zusammengetan, um sie zu initiieren. Das später hinzugekommene EOC passte seine Weihnachtsbeleuchtung sogar an die Bestehende an.

Das Elektro-Eck Pruys, zu Anfang noch unterstützt vom Vorgänger-Betrieb van der Veen, hat sie damals designt und hängt sie seither auf. „75 bis 80 Arbeitsstunden nimmt sowohl der Auf- als auch der Abbau in Anspruch“, sagt Bernd Pruys, der das Elektro-Eck heute betreibt. In der Pruys‘ Garage werden alle Teile gelagert und seit 44 Jahren jedes Jahr Ende November rausgekramt. „Zunächst müssen wir dann die Stromleitungen verlegen, da diese für die Beleuchtung nicht fest an der Straße installiert ist“, berichtet Pruys. Die einzelnen Leucht-Objekte, die jeweils mit Zahlen markiert sind, werden zunächst auf Funktionalität überprüft und die mittlerweile auf LED umgestellten kaputten Birnen ausgetauscht. Anschließend werden sie den einzelnen Häusern zugeordnet. „Da jedes Haus andere Maße zur Straße hin hat, haben die Objekte alle verschiedene Größen und sind Maßangefertigt“, berichtet Pruys. Das ist wichtig, denn die Weihnachtsbeleuchtung, müsse die örtlichen Gesetze beachten, die genau besagen, wie weit die Beleuchtung zur Straße hineinragen darf.

Es wäre undenkbar gewesen in diesem Jahr auf sie zu verzichten

Als „schlicht, elegant und historisch“ beschreiben die Hoffmannallee-Einzelhändler ihre Beleuchtung, die zum 750-jährigen Stadt-Geburtstag einmal komplett überarbeitet wurde und ihnen sehr am Herzen liegt. „Es wäre undenkbar gewesen, in diesem Jahr auf sie zu verzichten“, sagt Dammers, „gerade in der Vorweihnachtszeit, wo eine gewisse Besinnlichkeit und Melancholie herrschen, gehört sie einfach dazu.“ 6000 Euro haben die Händler dazu an Spenden gesammelt. „Die decken alle Kosten“, weiß Andreas Edler von Tabak Edler auf der Hoffmannallee. Sowohl der Auf- und Abbau als auch die Stromkosten seien damit gedeckt.

Dammers hofft nun, dass sich an der Hoffmannallee eine richtige Händler-Gemeinschaft entwickelt. „Ich denke, dass der Wegfall des KCN auch etwas Gutes hatte, weil er die Möglichkeit bietet, nun Quartiersmäßig unterwegs zu sein. Die Kavarinerstraße und die Emmericher Straße haben ja bereits solche Initiativen“, sagt Dammers. Auch die Hoffmannallee möchte sich als so eine zusammenschließen, um ihre ganz eigenen Interessen zu vertreten und entsprechende Pläne für eine attraktive Einkaufs- und Verweilstraße zu schmieden und umzusetzen.