Die Zukunft von Freibad und Grundschule

Haupt- und Finanzausschuss sowie Stadtrat in Rees tagen – Thema ist auch der Hochwasserschutz

REES. Mit dem Haupt- und Finanzausschuss (HFA) am Dienstag, 13. November, und der Sitzung des Stadtrates am Mittwoch, 14. November, stehen schon in Kürze zwei weitere Sitzungen in Rees auf dem Programm. Dabei werden sich Ausschuss und Rat in öffentlicher Sitzung mit der Gründung eines Zweckverbandes „Hochwasserschutz Issel“ beschäftigen. Mit Hilfe des neu gegründeten Zweckverbandes wollen zehn Anrainerkommunen, darunter Isselburg, Hamminkeln, Wesel und Bocholt, den Hochwasserschutz an der Issel vorantreiben.

Nach dem Auftakt im Betriebsausschuss des Bauhofes und Bäderbetriebes widmen sich auch HFA und Rat dem Thema „Neubau Freibad Rees“. Wie berichtet, schlägt die Verwaltung den Bau eines Freibad-Ersatz-Neubaus am Grüttweg vor. Das neue Freibad soll auf der Grundlage des Erweiterungskonzeptes, das auf der Homepage der Stadt Rees abrufbar ist, errichtet werden und einen Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Kleinkinderbereich erhalten.

Wie es mit der alten Reeser Grundschule weitergeht, ist in Rees eine viel diskutierte Frage. Nachdem die denkmalgeschützte Immobilie mit dem Areal des Schulhofes nicht an einen privaten Investor verkauft werden konnte, hatte zuletzt die Stadtverwaltung ein Konzept für eine mögliche Folgenutzung erarbeitet. In Abstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf sah das Konzept vor, das am ehemaligen Amtsgericht angesetzte Bauteil der alten Grundschule sowie das Toilettenhäuschen zu sanieren und sinnvoll zu nutzen. Die übrigen Gebäudeteile, inklusive des Neubaus „Schule 2000“, der alten Turnhalle und des Schulhofes sollten für ein kleines innerstädtisches Wohngebiet weichen.

Als Nutzung für das zu sanierende Bauteil am Amtsgericht wurde die Idee entwickelt, einerseits Büroräume für die Stadtwerke Rees zu errichten und andererseits eine kulturelle Nutzung von Volkshochschule und Haldern Strings zu ermöglichen. Nach intensiven Gesprächen mit den möglichen Nutzern lässt sich die vorgestellte Idee jedoch nicht realisieren. So stimmte zwischenzeitlich der Aufsichtsrat der Stadtwerke Rees gegen die Sanierung der alten Grundschule und plant stattdessen einen passgenauen und deutlich günstigeren Neubau eines Verwaltungsgebäudes am jetzigen Standort am Melatenweg. Zusätzlich signalisierten Vertreter des Vereins „Haldern Strings“, den Sitz des Vereins in Haldern in jedem Fall nicht aufgeben zu wollen, so dass eine großflächige Nutzung der alten Grundschule durch die „Haldern Strings“ ebenfalls ausschied.

Da eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes somit derzeit nicht erkennbar ist, schlägt die Verwaltung dem Rat der Stadt Rees daher am 14. November vor, die alte Grundschule nicht zu sanieren und weiter nach privaten Investoren zu suchen.