„Räuberhöhle“ ist erobert,
weitere Arbeiten „laufen gut“

Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Emmerich tut sich einiges

Schon nach wenigen Tagen fühlen sich die Kinder in ihrer „Räuberhöhle“ pudelwohl. Das wirkt auch auf die „großen“ Besucher ansteckend. NN-Foto: MB

EMMERICH. Für Peter Hinze steht fest: „Das Warten hat sich gelohnt.“ Emmerichs Bürgermeister zeigte sich in dieser Woche mehr als angetan von der neuen Awo-Kita auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne. Nach acht Monaten Bauzeit hatten die Kinder die „Räuberhöhle“ zum 2. November erobert (die NN berichteten). „Und sie haben sich vom ersten Tag an wohlgefühlt“, betonte Kita-Leiterin Katja van Kempen.

Zum Einzug gab es von Mona-Chef Matthias Wünsch von der Heyden neben Kuchen für jedes Kind eine Warnweste mit dem Schriftzug der Kita, Hinze wiederum brachte ein Geld-Präsent der Stadt mit. „Die Zukunft ist hier schon eingezogen“, sagte der Bürgermeister.

Die Kita ist also fertiggestellt, und auch die weiteren Arbeiten auf dem Areal „laufen gut“, wie Wünsch von der Heyden berichtet. Für das Betreute Wohnen und die Pflegeeinrichtung ist die Rohbaufertigstellung bereits erreicht, bis März nächsten Jahres sollen sie auch bautechnisch fertig sein. Die Möblierung nehme dann noch einmal etwa einen Monat in Anspruch, so dass zum 1. Mai dort die ersten Bewohner einziehen und damit der Betrieb starten könne, sagt Wünsch von der Heyden.

Die Hauptachse, die die B220 und die Ostermayerstraße verbinden wird, soll bis April fertiggestellt sein. Auch die Arbeiten an den Wohneinheiten Haus 1 und 2 (freies Mietwohnen mit Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen) sowie am Blockheizkraftwerk haben bereits begonnen. „Bis April wird sich einiges getan haben“, kündigt Wünsch von der Heyden an. Parallel laufen die weiteren Abbrucharbeiten auf dem einstigen Kasernengelände, darunter auch im künftigen Waldpark-Viertel. Die Planung soll hier bis Ende März abgeschlossen sein.

In Sachen medizinisches Zentrum kann Wünsch von der Heyden ebenfalls Positives vermelden. „Die Mindestbelegung beziehungsweise -fläche für das PueD (Partner unter einem Dach; d. Red.) ist reserviert“, sagt der Mona-Chef. Aktuell liegen Zusagen für eine Vermietungsfläche von 3.500 Quadratmetern vor. Aufgrund weiterer Anfragen könnte das PueD sogar noch weiter wachsen. Die Arbeiten sollen möglichst im März beginnen.

Für die psychosomatische Klinik, an der auch die van der Falk-Hotelkette beteiligt ist, sind die Gründungsarbeiten bereits angelaufen. Die Hochbauarbeiten werden erst im Frühjahr starten, wenn mit den künftigen Mietern die Ausstattung besprochen ist.

Bürgermeister Hinze nennt das Vorhaben „ein zukunftsweisendes Projekt, das es in solch einer konzentrierten Form in ganz Deutschland kaum gibt“. Entsprechend ambitioniert fällt auch der weitere Zeitplan aus. Matthias Wünsch von der Heyden betont: „Wir haben den Anspruch, dass wir möglichst schnell vorankommen. Denn bislang ist das Gelände brachliegendes Kapital.“