Der Vorstand mit der 1. Vorsitzenden Fenja Cieslik, der 2. Vorsitzenden Maren Götte, Kassiererin Sabrina Opielka und Schriftführer Dr. Ludwig Ramacher (v.l.n.r.). Foto: privat

WACHTENDONK. 15 Bürger aus Wachtendonk haben am 30. Oktober den Verein „Freie Realschule Niederrhein“ gegründet. Der Verein verfolgt das Ziel, im demnächst freiwerdenden Schulgebäude am Schölkensdyck, das derzeit noch von der Sekundarschule genutzt wird, eine freie Realschule zu betreiben. Zum Schuljahr 2020/21 soll der Betrieb aufgenommen werden.

Bis es soweit ist, sind eine Vielzahl von Hürden zu nehmen, von denen die ersten – die Eintragung ins Vereinsregister und die Beantragung der Gemeinnützigkeit – sofort in Angriff genommen werden. Auf der Gründungsversammlung wurden Fenja Cieslik als 1. Vorsitzende und Maren Götte als 2. Vorsitzende gewählt. Kassiererin ist Sabrina Opielka und Dr. Ludwig Ramacher ist Schriftführer. Der Verein wird von allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen auch personell unterstützt, bewusst wurden die beiden Vorsitzenden aber außerhalb der kommunalpolitisch Aktiven besetzt.

In einem ersten Gespräch am folgenden Tag wurde die Gemeindeverwaltung Wachtendonk über die Gründung informiert und ein Zeitplan für die notwendigen Vereinbarungen besprochen. Der Verein würde das Schulgebäude am Schölkensdyck komplett von der Gemeinde im Rahmen eines Erbbauvertrages übernehmen und wäre dann zukünftig auch für die Instandsetzung und etwaige Investitionen in Gebäude und Ausstattung verantwortlich.

Im Rahmen einer Arbeitsgruppe wird der Verein unverzüglich mit der Erstellung eines pädagogischen Konzeptes für die zukünftige Schule beginnen. Eine frühzeitige Festlegung auf ein bestimmtes pädagogisches Konzept wurde bewusst nicht getroffen, der Verein will sich zunächst weiterhin bei benachbarten Schulstandorten umsehen (Issum und Kranenburg wurden bereits besucht), ehe man sich für ein bestimmtes Konzept für Wachtendonk festlegen will. Themen wie zweisprachiger Unterricht von Beginn an oder spezifisch berufsorientierte Konzepte werden Teil der Diskussion sein.

Eine weitere Aufgabe des Vereines wird sein, rechtzeitig vor dem Start der neuen Schule die für eine erste Klasse notwendigen Lehrer einzustellen. Das gesamte Konzept der neuen Schule ist in Form eines Antrages bei der zuständigen Bezirksregierung vorzulegen, die diesen Antrag genehmigen müsste, damit der Schule die Förderungen im Rahmen des Schulgesetzes NRW bewilligt werden können. Der Verein hat sich für die Form einer Realschule entschieden, da man diese für die flexibelste Schulform hält, die unter den gegebenen Rahmenbedingungen umsetzbar ist.

Kontakt aufnehmen kann jeder, auch interessierte Lehrer, über info@FreieRealschule.de (diese E-Mail leitet weiter zum geschäftsführenden Vorstand).