Die Mitglieder sollen künftig
mehr Einfluss erhalten

Aus dem Verkehrsverein wird der Wirtschafts- und Verkehrsverein Kevelaer

KEVELAER. Die Tage des Verkehrsverein Kevelaer sind gezählt. Auf der schon überfälligen Jahreshauptversammlung, die nun auf den 13. November terminiert ist, soll der Verein einen neuen Namen und ein neues Statut erhalten. Der Wirtschafts- und Verkehrsverein wird künftig die Interessenen der rund 260 Mitglieder vertreten. Näheres erläuterten gemeinsam die langjährige Verkehrsvereinsvorsitzende Gabriele Polders, Geschäftsführer Dr. Rainer Killich sowie Rudi Beerden, Vorsitzender der inzwischen aufgelösten Unternehmervereinigung Kevelaer (UVK) und Kevelaers Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns.

Sie sehen der Zukunft des neuen Wirtschafts- und Verkehrsvereins Kevelaer optimisch entgegen: Rudi Beerden, Gabriele Polders, Dr. Rainer Killich und Hans-Josef Bruns (v.l.)
Foto: privat

Der neue Verein ist ein Zusammenschluss von Verkehrsverein Kevelaer, Unternehmervereinigung Kevelaer und Initiativkreis Wirtschaft. Warum wird nicht alles beim Alten gelassen? „Wir haben in den vergangenen anderthalb Jahren unter externer Moderation intensiv zusammengearbeitet und uns dabei auch gefragt, ob wir so noch zukunftsfähig sind?“ so Hans-Josef Bruns. Die Antwort lautete wohl nein. Folglich mussten neue Strukturen geschaffen werden. „In Kevelaer gibt es zuviel Akteure. Beispielsweise im Bereich der Vermarktung.“ Deren Ressourcen sollen nun gebündelt werden, auch damit deren Energie nicht verloren gehen. „Bis dato gab es innerhalb des Verkehrsvereins eine schematische Zuordnung der Aufgaben“, sagt Dr. Rainer Killich. Immer wieder hätten sich Mitglieder, die verschiedenen Gliederungen des Verkehrsvereins angehören, dort jeweils mit denselben Problemen beschäftigten müssen. Eine Verschwendung von Ressourcen also. „Ehrenamtler können nicht permanent Dinge erledigen. Die Arbeiten müssen beherrschbar sein“, sagt Killich. Der Verkehrsverein sei nie ein Verein mit einem Eigenleben gewesen, sondern ein Instrument zur „pragmatischen Abwicklung bestimmter Dinge“. Die Auflösung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kevelaer, die den Verkehrsverein mitbetreute, im Jahr 2013 habe ein Vakuum hinterlassen. Denn zuvor sei die Rundum-Versorgung durch die WFG sei gerne in Anspruch genommen, so Killich im Rückblick. Künftig sollen die Mitglieder des Wirtschafts- und Verkehrsvereins Kevelaer mehr an der Arbeit des Vereins beteiligt werden und mehr Einfluss erhalten. Im „alten“ Verkehrsverein habe der Focus auf der Kevelaerer Innenstadt und dem Tourismus gelegen, so Rudi Beerden, während in der Unternehmervereinigung deutlich mehr wirtschaftliche Aspekte angesprochen worden seien. Für Wirtschaftsförderer Bruns ist es eminent wichtig, dass sich die Kevelaerer Unternehmer im neuen Verein engagieren. „Jedes Mitglied findet sich in den Handlungsfeldern des neuen Vereins wider“, ist sich Gabriele Polders sicher. Ihr ist wichtig zu betonen, dass „die Mitglieder des Verkehrsvereins und der UVK ihre Heimat nicht verlieren.“ Über den Zusammenschluss und die neuen Strukturen des Wirtschafts-und Verkehrsvereins beraten die Mitglieder des alten Verkehrsvereins in der Mitgliederversammlung am Dienstag, 13. November.