Regenschirme und Blumen für Kranenburgs Ortskern

Initiativkreis Kranenburg sucht Ideen für eine schöne und lukrative Gemeinde

KRANENBURG. Bunte Regenschirme und Blumenampeln zieren seit einiger Zeit das Bild des Kranenburger Ortskerns. Die Idee dazu hatte der Initiativkreis „Von Bürgern für Bürger“, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Gemeinde aufzupeppen.

Setzen sich stark für eine schöne Gemeinde Kranenburg ein: Heinz Nielen und Bernd Landmann (v. l.) NN-Foto: SP

Um dieses Ziel zu erreichen, überlegen sich die 14 Mitglieder des Initiativkreises zusammen mit dem Arbeitskreis Wirtschaft und Tourismus regelmäßig kurzfristige und langfristige Maßnahmen. „Zu den kurzfristigen gehören etwa diese Regenschirme. Sie konnten wir schnell umsetzen, damit die Bürger der Gemeinde auch sehen, dass etwas passiert“, sagt Heinz Nielen vom Initiativkreis. Ganze hundert Arbeitsstunden sind allerdings auch in dieses kleinere Projekt geflossen, an der sich fast alle Kranenburger Geschäftsleute und alle Kranenburger Parteien finanziell beteiligten.

Die Idee mit den Regenschirmen kommt ursprünglich aus Portugal, wo eine kleine Stadt ihre Einkaufsstraßen mit solchen bunten Schirmen dekoriert hat. Viele andere Städte, auch in Deutschland, etwa im benachbarten Kleve, haben diese Idee schon abgekupfert.

„In Zukunft wollen wir aber möglichst mit unseren eigenen Ideen Kranenburg verschönern, mit denen wir ein Alleinstellungsmerkmal haben“, sagt Nielen. Dazu gründete der Initiativkreis ein grenzüberschreitendes Projekt mit der Kunsthochschule Arnheim. Aus diesem sollen in Zukunft eigene Verschönerungsmaßnahmen mit Alleinstellungsmerkmal hervorgehen.

Langfristig möchte der Initiativkreis aber auch etwas für die Kranenburger Wirtschaft und das Zusammenleben in der Gemeinde bewirken. „Wir möchten die Wohnqualität in Kranenburg verbessern und führen dazu Gespräche mit Eigentürmern“, sagt Nielen und wird weiter deutlich: „Zurzeit ist die Wohnsituation in Kranenburg denkbar schlecht. Viele Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen aus den Niederlanden wohnen in Kranenburg, weil die Mieten hier deutlich günstiger sind.“ Das Gleiche gelte auch für Studenten. „Doch sie haben meistens kein Interesse an einer guten Gemeinschaft in Kranenburg. Deshalb möchten wir Mieter nach Kranenburg holen, die auch am Sozialleben in Kranenburg teilnehmen“, erklärt Nielen.

Eine leichte Verbesserung sieht der engagierte Bürger bereits in der Kranenburger Geschäftswelt. „Die Leerstände sind wieder etwas weniger geworden“, findet Nielen. Reichlich Diskussionsbedarf gibt es aber noch in Sachen Verkehrsführung an der Großen Straße. Nielen hätte gerne eine Durchfahrtssperre. Bernd Landmann, ebenfalls Mitglied im Initiativkreis und Sprecher des Arbeitskreises Wirtschaft und Tourismus, findet die Verkehrssituation momentan ebenfalls unbefriedigend. Allerdings wünsche er, dass die Große Straße auch wieder aus Wyler kommend in Richtung Kranenburg befahren werden dürfe. „Eine Befragung unter den Geschäftsleuten hat ergeben, dass sie dies ebenfalls wünschen“, sagt Landmann.

Um Sichtweisen und Ideen zu sammeln, veranstaltet der Initiativkreis „von Bürgern für Bürger“ am Sonntag, 26. August, von 10.30 bis 13 Uhr ein Arbeitsfrühstück auf der Großen Straße, die dafür von der Mühlenstraße bis zur Volksbank gesperrt wird. Dabei werden Brötchen gestellt. Alles weitere wie Butter oder Aufschnitt soll aber mitgebracht werden. Außerdem wird um Anmeldung per E-Mail an heinz.nielen@online.de oder unter Telefon 02826/1733 wird gebeten. Bei Regen findet das Arbeitsfrühstück am Sonntag, 9. September, nachgeholt.