Gemeldeter Waldbrand stellt sich als Wohnhausbrand heraus

NIEDERRHEIN. Auch am bislang heißesten Tag des Jahres, dem gestrigen Dienstag,
musste die Freiwillige Feuerwehr Rheurdt ausrücken, um einen Einsatz
größeren Ausmaßes zu bewältigen. Zum wiederholten Male in diesem
Sommer veranlasste eine weit sichtbare Rauchsäule aufmerksame
Passanten dazu, einen Notruf abzusetzen – die Rauchentwicklung ließ
sich aus der Ferne etwa im Bereich der Neufelder Heide nahe der
Autobahn A40 lokalisieren. Die Kreisleitstelle Kleve alarmierte
daraufhin um 16.47 Uhr die Löscheinheiten Rheurdt und Schaephuysen
mit dem Einsatzstichwort Waldbrand. Dieses Szenario entpuppte sich
letztlich jedoch als ausgedehnter Wohnhausbrand im Kempener Ortsteil
Tönisberg, zu dem zeitgleich auch die Kempener Wehr mit mehreren
Einheiten ausgerückt war. Bei Eintreffen der Feuerwehr brannte es
bereits im Dach eines Wohnhauses an der Straße Neufeld. Das Feuer
erstreckte sich zu diesem Zeitpunkt schwerpunktmäßig auch auf einen
angebauten Carport, einen dort abgestellten PKW sowie die
angrenzenden Garten- und Böschungsflächen. In Absprache mit dem
Einsatzleiter der Feuerwehr Kempen unterstützte der Löschzug
Schaephuysen durch die Einrichtung einer stabilen
Löschwasserversorgung. Hierfür wurde eine etwa 400 Meter lange
Schlauchleitung vom Brunnen der angrenzenden Freizeitstätte
„Eichenkreuzheim“ zum Brandobjekt verlegt. Außerdem unterstützte ein
Schaephuysener Trupp unter Atemschutz die Kempener Kollegen bei den
Löscharbeiten im Dachstuhlbereich. Die Einheit Rheurdt konnte
hingegen nach kurzer Zeit einsatzbereit abrücken. Ein solcher Einsatz bei derart heißen Temperaturen ist für alle Einsatzkräfte eine große Belastung. Durch die erneut reibungslose
nachbarschaftliche Zusammenarbeit von gleich sieben Löschzügen, dem
Rettungsdienst und der Polizei konnte der Einsatz aber erfolgreich
abgearbeitet werden. Glücklicherweise wurde bei diesem Einsatz
niemand verletzt.