Das Marode ist das Besondere

Neuntes Offenes Atelier der Freizeitkünstler Geldern im Alten Wasserwerk

GELDERN/WACHTENDONK. Eine Woche lang nichts als malen. Genau das steht für sechs Künstlerinnen des Vereins Freizeitkünstler Geldern in dieser Woche auf der Agenda.

Irgendwann vor neun Jahren wurde die Idee für das Offene Atelier geboren: „Es ist einfach toll, miteinander zu malen und sich auszutauschen“, erklärt Ingrid Schade, erste Vorsitzende des Vereins. Von 13 Mitgliedern, die der Verein umfasst, können natürlich nicht alle an dem Offenen Atelier, das von Montag, 30. Juli, bis Freitag, 3. August, täglich von 14 bis 17 Uhr stattfindet, teilnehmen. „Einige haben berufliche Verpflichtungen, aber sechs Mitglieder sind dabei“, so Schade erfreut. Mit dabei sind in diesem Jahr neben der ersten Vorsitzenden noch Margret Kretschmer, Brigitte Otten, Madeleine Terschüren, Claudia Wangenknecht, Christiane Wedershoven und Rosy Wistuba.

Hauptanliegen ist der Austausch zwischen den Künstlern

Freuen sich auf Besuch: die Freizeitkünstler Geldern. NN-Foto: Dickel

Viele der Künstlerinnen, die vor Ort sind, malen Bilder für die jährliche Ausstellung, aber verpflichtend ist das nicht: „Jeder kann das machen, worauf er Lust hat“, erklärt Schade das Konzept. Und jeder der Lust hat, darf auch den anderen beim Malen zuschauen. Feedback und Kritik inklusive: „Der rege Austausch hier ist toll“, bestätigt Otten und Wistuba fügt lachend hinzu, „manchmal ist es auch total still und wir sind alle vertieft in unsere Arbeit.“

„Man kann hier komplett man selbst sein“ Ingrid Schade

Zum bereits dritten Mal mit dabei ist auch Ben Otten. Der Enkelsohn von Brigitte Otten genießt vor allem die große Platzmöglichkeit im Alten Wasserwerk: „Zu Hause male ich eher wenig, weil mir der Platz fehlt, aber hier ist es toll“, so der 13-Jährige. Auch die Achtjährige Maja, Enkeltochter von Wedershoven, bemalt eifrig Steine und genießt die ungewohnte Atmosphäre. Etwas, das auch die großen Künstler zu schätzen wissen: „Das Marode hier ist das Besondere. Man kann hier komplett man selbst sein“, erklärt Schade den Reiz des Gebäudes.

Jeder der Interesse hat, kann den Künstlern noch bis einschließlich Freitag bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen. Zu finden sind die sechs Künstlerinnen und zwei Nachwuchskünstler im Alten Wasserwerk, Fliethweg 44.