EMMERICH. Viel ist im Vorfeld diskutiert worden über „Emmerich im Lichterglanz“ und das Feuerwerk am Samstagabend. Die Kommentare reichten von „falsches Signal“ über „unverständlich“ bis „unverantwortlich“. Am Ende steht als Bilanz ein 16-minütiges farbenfrohes Spektakel mit grandioser musikalischer Untermalung, für das es am Ende viel Beifall auf der prall gefüllten Rheinpromenade und dem Schiffskonvoi gab.

Wirtschaftsförderer Sascha Terörde blickte am Nachmittag mit großer Vorfreude auf das Event: „Die Wiese ist gewässert, die Feuerwehr vor Ort – alle sind entspannt und gehen davon aus, dass es reibungslos abläuft und wir einen tollen Abend erleben.“ Er sollte recht behalten. Zunächst heizten „Kuhl un de Gäng“ dem Publikum im Rheinpark ein, anschließend begeisterten „Mr.Rod“ mit den größten Hits von Rod Stewart.

Zwischenzeitlich stand eine Absage des Feuerwerks am Samstagabend im Raum, da ein Mann von der Rheinbrücke zu springen drohte. Die Polizei sperrt daher die Brücke ab 21 Uhr. Der Mann sprang dann tatsächlich, wurde nach der schnellen Bergung durch die Wasserschutzpolizei ins Krankenhaus gebracht. Gegen 22.30 Uhr wurde die Rheinbrücke wieder freigegeben.

Um 23 Uhr war es dann soweit: Die fünf Schiffe des Konvois reihten sich vor der Rheinpromenade auf, und das Feuerwerk konnte beginnen. Erstmals brachte Pyrotechniker Hajo Wolff dabei Ware aus Italien zum Einsatz und malte damit vielfarbige Effekte, Sterne, Kometen und Fontänen in den Abendhimmel – untermalt von und genau abgestimmt auf eine passende Musik: So folgten auf die rein instrumentale Titelmelodie der TV-Erfolgsserie „Game of Thrones“ bekannte Hits wie „Wake Me Up“ von Avicii, „Sanctuary“ von Welshly Arms, „Katchi“ von Ofenbach“ und „Paradise“ von George Ezra.

Die Schiffskonvoi hatte in diesem Jahr übrigens Zuwachs bekommen. Erstmals war die „Jules Verne“ dabei, die künftig in Emmerich ihren Heimathafen haben wird und von hier aus zu verschiedenen Veranstaltungen ablegt (die NN berichteten). Auf der „Jules Verne“ begrüßten Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze und Schiffseigner Constant Geerling die geladenen Gäste, darunter viele Sponsoren. Ebenfalls als Bord: Vertreter des Senders Sonnenklar.TV, der in einer achtminütigen Live-Schaltung über Emmerich, den Niederrhein und die „Lichterglanz“-Veranstaltung  berichtete.

Im Anschluss an das Feuerwerk nahm „Mr.Rod“ dann noch einmal den musikalischen Faden auf, sorgte erneut für beste Stimmung und brachte bis Mitternacht den Rheinpark zum Beben. Rund 12.000 Besucher erlebten so den ersten Tag von „Emmerich im Lichterglanz“.

Am Sonntag ging es dann weiter mit dem traditionellen Hansefest, inklusive des Hanseumzugs über die Rheinpromenade zum Rheinpark. Dort wurde auch wieder viel Musik geboten, mit der „Central Park Band“ als Höhepunkt, die Hits von Simon & Garfunkel spielten. Neben dem Kunst- und Krammarkt sowie dem Büchermarkt lockten auch wieder die Geschäfte mit Angeboten und Aktionen zum verkaufsoffenen Sonntag in die Innenstadt.