Baudezernet Harald Purath, Bürgermeister Hans-Josef Linßen und Projektleiter Edgar Walter (v.l.) freuen sich, dass die Baugenehmigung vorliegt und die Arbeiten beginnen können. NN-Foto: Andrea Kempkens

STRAELEN. In Straelen können die Bauarbeiten für den Rewe- und dm-Markt am Ostwall beginnen. Am vergangenen Freitag hat die Firma Tecklenburg die Baugenehmigung für beide Märkte erhalten. „Ich freue mich, dass die lange Planungs- und Genehmigungsphase jetzt vorbei ist und kurzfristig mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann“, erklärte Bürgermeister Hans-Josef Linßen.

Mit der Baugenehmigung geht das rund 10.000 Quadratmeter große Grundstück in den Besitz der Firma Tecklenburg über und steht seit gestern nun nicht mehr als Parkplatz zur Verfügung. Linßen: „Im Rahmen der Baumaßnahmen werden dort 120 Parkplätze entstehen. Zudem werden 80 Parkplätze hinter dem Friedhof angelegt, sobald die dazu notwendige Änderung im Flächennutzungsplan Rechtskraft erlangt, voraussichtlich zum Ende dieses Jahres.“ Dauerparker können ab sofort 40 Parkplätze auf dem Gelände der Firma Kluthe an der Rathausstraße nutzen, den die Stadt Straelen als Ausweichmöglichkeit angemietet hat. Auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sollen dort parken. Die 50 Parkplätze am Friedhof stehen in erster Linie für Beerdigungen zur Verfügung.

Die Abrissmaßnahme auf den Grundstück am Ostwall ist bereits erfolgt. Mit der Erteilung der Baugenehmigung können die Arbeiten jetzt nahtlos fortgeführt werden. „Die Baubehörde in Kleve hat die Bauanträge in einer Rekordzeit von zehn Wochen bearbeitet“, freut sich Edgar Walter, Projektleiter bei Tecklenburg. „Als nächstes stehen jetzt viele Erdarbeiten an, dann können wir mit dem Hochbau beginnen.“ Beide Gebäude werden gleichzeitig errichtet, der Rewe-Markt mit einer Gesamtfläche von 3000 Quadratmetern, davon 2.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, und der dm-Markt mit insgesamt 900 Quadratmetern. Acht bis zehn Monate Bauzeit – je nach Witterungsbedingungen – sind vorgesehen; mit der Fertigstellung rechnen die Planer im April/Mai 2019.

Der Rewe-Markt wird nach den Plänen des Architekturbüros Fritschi+Stahl errichtet, das den Wettbewerb gewonnen hatte. Nur noch Kleinigkeiten müssen zwischen Tecklenburg, dem Architekten und der Stadt abgestimmt werden, beispielsweise die Klinkerfarbe für den dm-Markt. „Dieser Baukörper wird eher schlicht und zurückhaltend gestaltet“, erklärt Baudezernet Harald Purath. Der Rewe-Markt wird als sogenanntes „Green Building“ errichtet. Dieses nachhaltige Bauen ist an verschiedenste Bedingungen geknüpft. „Beispielsweise dürfen wir nur bestimmte Baustoffe verwenden, es muss möglichst viel Tageslicht in das Gebäude kommen und jeder Mitarbeiter, der an der Kasse sitzt, muss nach draußen gucken können“, erklärt Edgar Walter. Über 200 Punkte sind für das „Green Building“ Voraussetzung, damit das Gebäude nach Fertigstellung als „Green Building Gold“ zertifiziert wird.