Detlev Schürmann und Anita Cveljo (Teamleitung Kleve) sind nun aus Kevelaer für Hilfesuchende aus dem Kreis Kleve da. NN-Foto: SP

KEVELAER. Detlev Schürmann liegt der Mensch am Herzen. Seit über 30 Jahren ist der Gesundheitswissenschaftler und Diplom-Sozialarbeiter bereits im psychosozialen Bereich unterwegs. 2010 gründete er einen Betreuungsdienst Wegweiser in Kempen (Kreis Viersen). Nun eröffnete er einen zweiten Standort in Kevelaer, um im Kreis Kleve besser tätig sein zu können. Der gute Umgang mit Menschen war vor acht Jahren der Grund, warum Schürmann diesen Weg gegangen ist. „Es gibt viele Anbieter im Betreuungsdienst, aber bei einigen ist die Qualität leider nicht sehr gut. Bei ihnen steht eher der wirtschaftliche Erfolg im Vordergrund“, meint Schürmann. Trotz aller Probleme und Schwierigkeiten, die es in dem Bereich gibt, versuchen Schürmann und sein insgesamt 20-köpfiges Team immer, das Beste für den Menschen zu ermöglichen.

Detlev Schürmann und Anita Cveljo (Teamleitung Kleve) sind nun aus Kevelaer für Hilfesuchende aus dem Kreis Kleve da.
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Dabei setzt er auf gut ausgebildete Kräfte. „Bei mir hat jeder ein Studium der Sozialpädagogik oder der sozialen Arbeit abgeschlossen und nicht nur eine einfache Ausbildung“, sagt Schürmann. Dies sei wichtig, um den Klienten angemessen helfen zu können. „Mein Team leistet auch eine therapeutische Arbeit“, sagt Schürmann. Stolz erzählt er von den positiven Entwicklungen der Hilfesuchenden: „Zum Beispiel haben wir einen Autisten, der dank unserer Begleitung selbstständig leben kann. Er kocht mittlerweile sogar alleine.“ Seit 2010 ist der Wegweiser Betreuungsdienst immer weiter gewachsen. „Der Bedarf steigt“, sagt Schürmann. Mit der Neueröffnung in Kevelaer an der Venloer Straße 113 soll auch das Angebot im Kreis Kleve weiter ausgebaut werden. „35 Prozent unserer Klienten kommen aus dem Kreis Kleve und es werden immer mehr“, sagt Schürmann. Auf Kevelaer ist der Gesundheitswissenschaftler gestoßen, weil die Wallfahrtsstadt mittig im Kreis Kleve liegt. „Von hier aus sind wir im ganzen Kreis gut zu erreichen“, meint Schürmann, der durch Zufall auch das perfekte Haus für seine Angebote gefunden hat. Auf drei Etagen hat der Betreuungsdienst genügend Platz, um eine kleine Verwaltung anzubieten und die Gruppen- sowie Einzelangebote in einem Haus unterzubringen. „Zudem ist die Venloer Straße direkt in der Nähe der Innenstadt und des Bahnhofs. Das war uns auch wichtig, denn wir haben viele Klienten, die wenig Geld zur Verfügung haben, und deshalb keinen allzu weiten Weg auf sich nehmen können“, weiß Schürmann. Sein Team bestehend aus Verwaltungsmitarbeitern, Sozialarbeitern und Hauswirtschaftlern betreut im ganzen Kreis Kleve und im ganzen Kreis Viersen Menschen mit psychischen Behinderungen, geistigen Beeinträchtigungen und Abhängigkeitserkrankungen sowie Familien und Alleinerziehende – auch im Alltag. Die Kosten können unter Umständen von einem Kostenträger übernommen werden. Für den Kreis Kleve steht der Wegweiser Betreuungsdienst unter Telefon 02832/9306470 zur Verfügung. Wegweiser Betreuungsdienst ist laut eigener Angabe ein durch die Jugendhilfe anerkannter Leistungserbringer. Er arbeitet grundsätzlich mit allen Jugendämtern zusammen. Beauftragt von den Jugendämtern übernehmen diese in der Regel die Kosten der Beauftragung. Zudem besitzt er eine Leistungsvereinbarung mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und ist ist ein von der Bezirksregierung Düsseldorf anerkannter Leistungserbringer