Der „Kalender für das Klever Land“ und der „Geldrische Heimatkalender“ beinhalten viel Wissenswertes und Geschichtliches. Er ist in der Buchhandlung erhältlich.

KLEVE. Er ist nicht nur eine liebgewonnene Tradition, sondern trägt auch noch einen wichtigen Teil zur Verbreitung der heimischen Geschichte bei: der Heimatkalender für den Kreis Kleve. „Er ist gefragt, auch bei jungen Leuten. Bei ihnen sterben die älteren Generationen, welche die Geschichten erzählt haben, langsam aus. Nun lesen sie diese Geschichten in den Heimatkalendern nach“, sagte Jutta Nagels vom Mercator-Verlag gestern bei der Vorstellung des neuen „Kalenders für das Klever Land“. Auch 2018 konnte die Auflage von 4.000 Exemplaren deshalb aufrechterhalten werden. Für den Süden des Kreises Kleve ist zudem der „Geldrische Heimatkalender“ erschienen.

Landrat Wolfgang Spreen, Jutta Nagels (Mercator-Verlag), Wiltrud Schnütgen und Wilhelm Diedenhofen (beide vom Redaktionsteam) mit dem neuen Kalender für das Klever Land. NN-Foto: SP
Landrat Wolfgang Spreen, Jutta Nagels (Mercator-Verlag), Wiltrud Schnütgen und Wilhelm Diedenhofen (beide vom Redaktionsteam) mit dem neuen Kalender für das Klever Land. NN-Foto: SP

Wolfgang Spreen, Landrat des Kreises Kleve, bedankte sich beim Verlag und den Redaktionsteams, aber auch bei allen Autoren, die am 68. Heimatkalender mitgewirkt haben. „Das ist sehr viel Arbeit. Alle Mitwirkenden sind mit großer Leidenschaft und Engagement dabei, und das zu einem großen Teil ehrenamtlich.“ Der Kreis Kleve unterstützt bereits seit vielen Jahren die Herausgabe des Heimatkalenders.

Schwerpunkt des neuen Buches sind erneut die historischen Beiträge. Der Achäologe Jens Wroblewski informiert etwa im „Kalender für das Klever Land“ über die Funde am Klever Rathaus und ehemaligen Minoritenkloster. Sie liefern interessante Erkenntnisse, nicht zuletzt über die Essgewohnheiten der Mönche. Georg Hüttner und Christian Röser haben zudem Funde an der Schwanenburg ebenfalls zu neuen Erkenntnissen gebracht. Sie sind sogar im Buch bildlich abgebildet.

Im Klever Exemplar ist aber nicht nur die Schwanenstadt vertreten. „Kleve hat natürlich einen Schwerpunkt, aber auch auch die anderen Gemeinden sind gut integriert“, meinte Wiltrud Schnütgen vom Redaktionsteam. In diesem Jahr sei es besonders gut gelungen, auch Beiträge zu Themen aus Bedburg-Hau, Kalkar oder Emmerich mit ins Buch zu nehmen.

So stammt das Titelbild 2018 aus der Gemeinde Bedburg-Hau: Es zeigt die alte St. Atonius-Kirche mit der jahrhundertalten Gerichtslinde. Gezeichnet hat es Fritz Poorten und Maria Diedenhofen hat ein Gedicht dazu geschrieben, das auf der dritten Seite des Buches nachzulesen ist. Lyrisches und Mundart durfte schließlich auch 2018 wieder nicht fehlen.

Die Geschichten der Erinnerung bilden erneut einen weiteren Themenschwerpunkt. So erinnert sich Heinz Heix an seine Kindheit in Kalkar in den 1930er-Jahren bis zum Krieg zurück.

Zu kaufen gibt es die Heimatkalender ab sofort in der Buchhandlung. Ein Exemplar kostet 12,90 Euro.