Der 17-jährige Issumer Xhordi bangt um seine Rückkehr nach Deutschland

ISSUM. Nachdem noch letzte Woche alles danach aussah, dass der 17-jährige Xhordi schon Anfang Dezember wieder zurück nach Deutschland kommen kann, rückt die Rückreise seit gestern in weite Ferne.
Es ist kaum zu glauben, wie viele Emotionen der sympathische Albaner für den sich fast ganz Issum einsetzt, in den letzten Wochen durchlebt haben muss. Aus einer ausweglosen Situation erkämpfte sich der 17-Jährige gemeinsam mit Uwe und Gaby Tebeck das Recht, seine Ausbildung hier in Geldern absolvieren zu können (die NN berichteten). Nachdem jetzt alles geregelt war und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugestimmt hatte, das Einreiseverbot auf 14 Tage zu verkürzen, ereilte Xhordi am Flughafen die nächste Hiobsbotschaft: „Er bekam kurz vor dem Boarding eine Mail mit der Terminierung der Botschaft in Tirana. Der Termin ist erst am 25. Januar“, berichtet Gaby Tebeck geknickt.

Da war Xhordi noch guter Dinge. Jetzt hofft er auf einen schnelleren Termin fürs Visum. NN-Foto: Dickel
Da war Xhordi noch guter Dinge. Jetzt hofft er auf einen schnelleren Termin fürs Visum. NN-Foto: Dickel

Momentan befindet sich die gesamte Familie bei den Großeltern: „Bei allen sind viele Tränen geflossen, aber Xhordi hofft noch immer auf eine schnelle Rückkehr“, so Tebeck, die zuvor davon ausgegangen war, dass Xhordi Weihnachten schon wieder in Deutschland verbringen kann. Mit der Terminierung seitens der albanischen Botschaft ist diese Hoffnung in weite Ferne gerückt. Und nicht nur die Hoffnung auf ein gemeinsames Weihnachtsfest: „Die Ausbilder von Xhordi, die Firma Vos, hat zwar gesagt, dass sie auf ihn warten, aber Tatsache ist, je länger es dauert, umso schwieriger ist die Ausbildung für Xhordi“, so Tebeck. Im Moment wisse man sich nicht wirklich zu helfen und sei frustriert erklärt Tebeck abschließend: „Wir erkundigen uns zwar zurzeit, aber da Xhordi sich jetzt in Albanien befindet, ist das alles nicht so einfach.“