Rainer Meutsch Stiftung ermöglicht Bau von Schulen / Unternehmer am Niederrhein machen mit

NIEDERRHEIN. Für Nicolai Müller fing alles mit einem Buch an. Ein Buch, das er letztes Jahr zu Weihnachten von Johannes van Stephaudt, Mitinhaber von erlebe-fernreisen, geschenkt bekommen hat. Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Mannes, der sein Leben komplett geändert hat.
Lange zeit seines Lebens vebrachte Reiner Meutsch auf den Boden, bis er sich mit fast 50 Jahren, und nach dem Verkauf seiner Firma „Berge & Meer“, seinen Wunsch erfüllte und eine Privatpilotenlizenz erwarb. Von dem Moment an war der Westerwälder mehr in der Luft als auf dem Boden anzutreffen, wie Johannes van Stephaudt, berichtet: „Er startete vom Westerwald aus eine Weltumrundung und hat mittlerweile über 72 Länder gesehen“, so der Mitinhaber von elebe-fernreisen voller Begeisterung. Eine Sache fiel dem Westerwälder allerdings sehr schnell auf, wie van Stephaudt den Hobbypiloten zitiert: „Beim Thema Bildung gibt es viel Luft nach oben.“ Darum gründete Meutsch die Stiftung fly & help, die bisher 137 Schulen in den unterschiedlichsten Ländern, wie zum Beispiel Kenia, Ruanda und Myanmar, gebaut hat.
Johannes van Stephaudt, der im letzten Jahr erstmalig einen Vortrag von Meutsch besuchte, war von dessen Idee direkt begeistert: „Aus Bildung entsteht Selbstständigkeit. Wir waren nachdem Vortrag so bewegt, das für uns feststand, dass wir auch eine Schule bauen wollen.“ Und van Stephaudt verspricht nicht nur, er macht. Mithilfe einiger anderer Spender wird bereits im nächsten Jahr eine Schule in Namibia eröffnet. Aber damit nicht genug, van Stephaudt war so angetan von der Idee hinter fly & help, dass er das Buch „Abenteuer Weltumrundung“ auch vielen seiner Freunden schenkte. So auch Nicolai Müller. Schnell war auch der Straelener Unternehmer von dem Projekt gefesselt und wollte ebenfalls eine Schule bauen: „Eine Schule kostet zwischen 25.000 und 80.000 Euro. Da kriegt man dann aber auch schon sehr viel Schule für“, so Müller, der auf Sponsorensuche innerhalb seines Netzwerkes ging. Müller gefällt vor allem der Nachhaltigkeitscharakter der Stiftung: „Man investiert in Steine, und wenn man später vor Ort ist, kann man genau sehen, was aus diesen Steinen entstanden ist.“

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Setzen sich für den Bau von Schulen in Afrika ein: Johannes van Stephaudt (links) und Nicolai Müller. NN-Foto: Gerhard Seybert

Einer von Müllers Unterstützer ist Clemens Rattmann. Rattmann ist der Organisator des ersten Straelener Light Walks und wollte das Projekt auch mitunterstützen: „Neben einem Infostand, den es am 10. März geben wird, können alle Läufer ihr Schlüsselband, das sie für den Lauf ausgehändigt bekommen, in eine Glasbox werden. Für jedes hineingeworfene Land wird ein Euro an das Projekt gespendet“, so Rattmann, der damit auch helfen möchte, dass die Stiftung bekannter wird und noch mehr Unterstützer findet.
Wenn die drei Männer auf das Buch, das sie alle zusammen zu diesem Projekt gebracht hat, schauen, sind sie sich sicher, das ihr Geld genau da ankommt, wo es benötigt wird: „Da steht jemand hinter und der zieht selber die Karre“, bringt es Rattmann auf den Punkt. Genau das sei auch der Grund, warum sich alle drei für das Projekt engagieren: „Man weiß, wo das Geld landet und wenn man dann vor Ort die dankbaren Kinderaugen sieht, war es jede Mühe wert“, so Müller abschließend. Weitere Informationen zur Stiftung fly & help gibt es unter der Internetseite www.fly-and-help.de