Freie Stellen im Fokus

Freie Stellen im Fokus

Zweite Auflage der „Emmericher Jobbörse“ am 21. November im PAN – Veranstaltung mit immer größerer Bedeutung

Unternehmen stellen sich vor auf der Jobbörse im PAN; Harald Görtz und Sascha Terörde (v. l.) hoffen auf eine ähnlich gute Resonanz wie bei der Premiere im vergangenen Jahr. NN-Foto: MB

EMMERICH. Der demografische Wandel ist längst auch in Emmerich angekommen und spürbar. „Die Unternehmen suchen Fachkräfte“, sagt Wirtschaftsförderer Sascha Terörde. Zusammen mit dem örtlichen Jobcenter und der Bundesagentur für Arbeit richtet die Wirtschaftsförderung daher zum zweiten Mal die „Emmericher Jobbörse“ aus. Sie findet am kommenden Dienstag, 21. November, von 14.30 bis 17 Uhr im PAN Kunstforum statt.

Neue Raumaufteilung: Im ersten Stock des PAN findet die Jobbörse wieder statt; Vorträge gibt es diesmal nicht. NN-Foto: MB
Neue Raumaufteilung: Im ersten Stock des PAN findet die Jobbörse wieder statt; Vorträge gibt es diesmal nicht.
NN-Foto: MB

Für die Unternehmen werden Plattformen wie eben die Jobbörse zunehmend interessanter, da sich ein Wandel beim Bewerbungsprozess vollzogen habe, sat Terörde: „Vor zehn Jahren haben sich die Leute bei den Unternehmen beworben, heute bewerben sich die Unternehmen bei potenziellen Mitarbeitern.“ Harald Görtz vom Jobcenter Emmerich ergänzt: „Wir haben hier einen Bedarf für Unternehmen, sich vorzustellen. Gleichzeitig können unsere Kunden sich bei den Betrieben vorstellen.“

Die Bedeutung solcher Veranstaltungen spiegelt sich auch in der Zahl der Teilnehmer wieder. Diese ist gegenüber der Premiere im Vorjahr um rund zehn Betriebe gestiegen, neben Firmen aus Emmerich sind auch zahlreiche überregionale Anbieter dabei. Entsprechend muss das Raumkonzept verändert werden: Die Vorträge des vergangenen Jahres im hinteren Teil des Multifunktionsraums im ersten Stock des PAN fallen weg, „den Platz brauchen wir für die Unternehmen“, sagt Terörde. „Hinzu kommt, dass die Vorträge nicht den Stellenwert hatten wie die Gespräche an den Ständen.“

Die Teilnehmer sind branchenmäßig bunt gemischt – und werden es auch räumlich sein –, vom Niedriglohnsektor bis zur Suche nach qualifizierten Fachkräften ist alles vertreten. „Für die Betriebe ist es auch wichtig, dass der Fokus bei dieser Veranstaltung nicht auf dem Thema Ausbildung liegt, sondern auf vakanten Stellen – es ist eben eine Jobbörse“, ergänzt Terörde.

Die Teilnehmer
Agello Service, Aircargo Transport, BLG Handelslogistik GmbH, Bundespolizei, Bundeswehr, Convent Spedition, Embricana, Euregio Personaldiensteistungen, gutteck Personal, Hauptzollamt, KLK Emmerich, Mumme Personalservice, NIAG, Niederrhein Team, Personalmanagement and more, Polizei NRW, PRO-LOG Ruhr, Q-Railing Europe, Sovea Workconsuit Zeitarbeit, St.-Willibrord-Spital, Stadt Emmerich, Stadtwerke Emmerich, Steuerberater Michael Lommen, tel-inform

Betriebe aus den Niederlanden sind in diesem Jahr nicht dabei. „Es gibt auch auch hier in Emmerich – platt gesagt – jede Menge freie Stellen in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern“, weiß Görtz durch seine tägliche Arbeit. Entsprechend werde den Kunden des Jobcenters nahegelegt, die Veranstaltung zu besuchen und die Chance zu ergreifen, „es wird aber niemand gezwungen“. Görtz­ betont zudem, dass sich der Arbeitsmarkt zuletzt gewandelt hat: „Er öffnet sich immer mehr für Leute, die nicht direkt eine bestimmte Qualifikation besitzen. Das Thema Quereinsteiger wird für die Unternehmen immer interessanter.“ Doch suchten viele Betriebe auch weiterhin Mitarbeiter mit gewissen Qualifikationen. Neben den Unternehmen sind auch die Arbeitsagentur und das Jobcenter mit eigenen Ständen vertreten; sie geben konkrete Tipps zum Thema Jobsuche.

Die Resonanz im vergangenen Jahr war laut Terörde und Görtz­ sehr gut, „die Unternehmen waren sehr zufrieden. Wer dabei war, hat auch für dieses Jahr wieder zugesagt“, berichtet Görtz. Zu den Besucherzahlen könne man keine konkreten Aussagen treffen, sagt Terörde. „Bei 420 habe ich aufgehört zu zählen“, verrät er, „Die Resonanz war in jedem Fall aber sehr gut.“ Er hoffe, dass es bei der zweiten Auflage am Dienstag wieder ähnlich wird.