Vhs lädt erstmalig zum Literaturcafé im Baerlaghof

Vhs lädt erstmalig zum Literaturcafé

im Baerlaghof

Volkshochschule Geldernland initiiert neue Literatur-Veranstaltungsreihe

Olivia Becker-Ernst berichtet über das Leben von Johann Wolfgang von Goethe. NN-Foto: Sarah Dickel

GELDERLAND. Vieles kennen Literaturfans bereits von Goethe: die bekanntesten Werke, seine Freundschaft zu Schiller und seine Liebe zu Charlotte von Stein, die ihm zum Werther inspirierte. Wer aber kennt seine Familie, seine Kinder und Enkelkinder und sein Leben neben dem Schreiben? Genau darum ging es in der neuen Veranstaltungsreihe der Vhs, dem Literaturcafé.
Die Idee zum neuen Veranstaltungsformat haben Olivia Becker-Ernst und Karl-Heinz Pasing, Fachbereichsleiter der Volkshochschule Gelderland, gemeinsam entwickelt: „Einmal im Semester werden wir zu einem Schriftstellerporträt einladen. Der Schwerpukt der Veranstaltung soll allerdings auf dem Leben und den Werken liegen, nicht auf der Rezitation.“ Natürlich könnten solch große Schriftsteller wie Goethe nicht innerhalb von anderthalb Stunden abgearbeitet werden, aber „wir wollen den Zuhörern Details erzählen, die sie vorher noch nicht kannten.“

Olivia Becker-Ernst berichtet über das Leben von Johann Wolfgang von Goethe. NN-Foto: Sarah Dickel
Olivia Becker-Ernst berichtet über das Leben von Johann Wolfgang von Goethe. NN-Foto: Sarah Dickel

So berichtet Becker-Ernst zum Beispiel, dass Goethe bereits mit sieben Jahren Latein und Griechisch lernte und mit 16 Jahren die Universität besuchte. Anhand ausgeteilter Materialien kriegen die Besucher des Literaturcafés zudem auch visuelle Eindrücke, zum Beispiel von seinen Enkeln. Neben der starken Beziehung zu seiner Mutter, die ihn stets „Hätschelhans“ nannte, erzählte Becker-Ernst auch von Goethes Abneigung zu Kranken und Friedhöfen: „Selbst seine geliebte Mutter besuchte er in den letzten zehn Jahren ihres Lebens nicht mehr, weil sie krank war“, so Becker-Ernst.
Genau solche Details sind es, die den Teilnehmern des Literaturcafés bei Kaffee und Kuchen einige völlig neue Seiten Goethes aufzeigen und sie in Verblüffung und Erstaunen versetzen.
Pasing ist mit der ersten Veranstaltung der neuen Reihe mehr als zufrieden: „Wir wären auch schon froh gewesen, wenn sich acht Teilnehmer angemeldet hätten, aber 27 ist natürlich wirklich toll“, berichtet der Fachbereichsleiter der Vhs, der erklärt, dass mit der neuen Veranstaltungsreihe ein noch größeres Publikum erreicht werden solle.
Der nächste Termin des Literaturcafés findet im März statt. Anmeldungen und weitere Informationen dazu wird es im Programm des Sommersemesters der Volkshochschule geben.