Evangelischer Kirchenkreis Kleve lädt zur Feier am 25. Juni in den Archäologischen Park Xanten ein

NIEDERRHEIN. Der Evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg sorgte weltweit für Aufmerksamkeit. Unter dem  Motto „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“ feiert auch der Kirchenkreis Kleve anlässlich des Reformationsjubiläums einen Kreis Kirchentag. Die 19 Gemeinden des Kirchenkreises haben für Sonntag, 25. Juni ein umfangreiches und vielseitiges Programm zusammengestellt, das tausende Besucher zum LVR Archäologischen Park Xanten ziehen wird.    

In der Arena und auf den Wiesen  im LVR Archäologischen Park Xanten findet der KreisKirchentag am Sonntag, 25. Juni statt. Das Programm stellen vor (v.l.): Stefan Schmelting, Öffentlichkeitsreferent im  Evangelischen Kirchenkreis Kleve, Brigitte Messerschnmidt, Ehrenamtliche Koordinatorin des Tages und Superintendent Pfarrer Hans-Jochaim Wefers. NN-Foto: Lorelies Christian
In der Arena und auf den Wiesen im LVR Archäologischen Park Xanten findet der KreisKirchentag am Sonntag, 25. Juni statt. Das Programm stellen vor (v.l.): Stefan Schmelting, Öffentlichkeitsreferent im Evangelischen Kirchenkreis Kleve, Brigitte Messerschnmidt, Ehrenamtliche Koordinatorin des Tages und Superintendent Pfarrer Hans-Jochaim Wefers. NN-Foto: Lorelies Christian

Wer sich bereits beim Gemeindebüro eine Eintrittskarte besorgt, erhält diese zum ermäßigten Preis von 6 Euro (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen keinen Eintritt). Zur Eröffnung des Festes hält Superintendent Pfarrer Hans-Joachim Wefers in der Arena einen  Gottesdienst, der von einem Projektchor und Mitarbeitenden aus mehreren Gemeinden mitgestaltet wird. Eine Seelsorgerin übersetzt die Worte in Gebärdensprache. Stefan Schmelting, Öffentlichkeitsreferent beim Kirchenkreis, empfliehlt den Besuchern, ein Sitzkissen mitzubringen, das auf die Treppenstufen im Amphitheater gelegt werden kann. Das kann auch den Zuschauern gute Dienste leisten, die zum Abschluss des Tages um 16 Uhr das Stück „Ich fürchte nichts“ vom n.n. Theater aus Köln  anschauen.
Zwischen 12 und 16 Uhr wird die Zeit wie im Flug vergehen. In den Arkaden und auf der Wiese an der Arena bauen alle 19 Kirchengemeinden und die Fachbereiche, Arbeitsgruppen und Einrichtungen des Kirchenkreises Info- und Spielstände auf.
„Wir wollen offen sein auch für unerwartete Gäste“, beschreibt Fest-Koordinatorin Brigitte Messerschmidt die Zielsetzung, verbunden mit dem Wunsch den Menschen nahe zu bringen „wie sich Kirche anfühlt“. Dazu gehören natürlich auch Lutherzitate, Bibelverse, Geschichten und Schreibwerkstätten. Ein Blick in die Geschichte zeigt auch sehr eindrucksvoll die Frauen der Reformation. Doch zu Kirche gehört selbstverständlich auch der Blick in die heutige Zeit: Flüchtlingsarbeit, Fachberatungen, Situtationsberichte der Kindertagesstäten, Fairer Handel, Altenpflege, gerechter Umgang mit Geld (Oikokredit), Gerechtigkeit – aus Sicht der Kindernothilfe Duisburg, Erste Hilfe der Johanniter, Interviews mit Pfarrerin Purba aus Indonesien. So wichtig das Beschäftigen mit diesen ernsten Themen ist, so ausgleichend wirken die zahlreichen Spiel- und Kreativangebote.
Sportliches Geschick verlangt das Bubble Balls-Spiel auf den Wiesen, mit dem Fahrrad kann man Energie erzeugen, damit der „Smoothie“ für den Verzehr kräftig durchgerührt wird. Beim Quiz gibt‘s schöne Preise zu gewinnen. Von der Mitmach-Modenschau kann man ein aussagekräftiges Foto mit nach Hause nehmen. Beim Kistenklettern geht‘s hoch hinaus. Aus Quadratologos, die die Besucher bemalen können,  entsteht ein Bild als Gesamtkunstwerk.
Ein Erlebnis besonderer Art bietet die Seelsorge der Jusitzvollzugsanstalt Pont. Sie bringt eine Gefängniszelle mit und erlaubt Mutigen „Knast-Erfahrung“ zu machen.
Ganz im Sinne Luthers haben die Mitarbeiter des Verwaltungsamtes des Kirchenkreises aus Apfelkernen kleine Pflänzchen gezogen und bieten beim Kirchentag kleine Apfelbäumchen in Tontöpfen an.
Für Musik sorgen die Posaunenchöre vom Niederrhein, die auch schon den Gottesdienst musikalisch bereichern. Der Kirchenchor Issum lädt zum Mitsingen ein und auch die Musikgruppe Klefor aus Kleve spielt auf.
Ganz ungezwungen geht‘s mit dem Essen zu. Auf dem Picknick-Plaz kann jeder seine mitgebrachten Speisen und Getränke auspacken und auch andere Gäste zum Essen einladen. Zusätzlich versorgt die Römische Herberge die Gäste am Kaffee-Kuchenstand und die Evangelische Jugend hält einen kleinen Snack gegen Spende bereit.
Zusätzlich zum Programm gibt es um 13.30 Uhr einen Schnupperkurs in Gebärdensprache und kostenlose Führungen im APX.
Höhepunkt und Abschluss des Tages ist die Aufführung des n.n. Theaters, Neue Volksbühne Köln um 16 Uhr. In der Kurzbeschreibung zum Stück „Ich fürchte nichts…“ heißt es: „Das N.N. Theater schafft ein Lebendigwerden der zeitlichen Ereignisse, die sich mit dem Jetzt verbinden, ein theatrales Mosaik mit enormem Witz, Tragik, Poesie und viel Musik.“ Für die Gesangseinlagen konnten heimische Chöre gewonnen werden, das sind „AChord“ aus Xanten und der Gocher Kirchenchor, die mit 40 Leuten seit Monaten für dieses zweistündige Stück proben.
Seit über einem Jahr bereiten sich die Verantwortlichen der Kirchengemeinden auf den Kirchentag vor. Nun hofft die Koordinatorin Brigitte Messerschmidt ebenso wie Superintendent Pastor Wefers auf gutes Wetter für diese Open-Air-Veranstaltung.

Ev. Kirchenkreis Kleve
Insgesamt leben im Kirchenkreis aktuell 43.237 evangelische Christen in den Orten:
Schenkenschanz-Keeken, Kranenburg, Kleve, Moyland, Goch, Pfalzdorf, Louisendorf, Neulouisendorf, Kalkar, Uedem, Weeze, Kervenheim, Xanten-Mörmter, Kevelaer, Sonsbeck, Büderich, Geldern, Issum und Kerken