Jubiläumsfest zum 200-jährigen Bestehen mit vielen Ehrengästen und Ehemaligen gefeiert

XANTEN. In der Projektwoche vor der großen Jubiläumsfeier zum 200-jährigen Bestehen der Marienschule bauten die Schülerinnen ein Schiff, auf dessen  Segel zu lesen war: „Wir sind auf Kurs“.

Lehrerin Kirsten Schwarz hatte das Lied „Männer“ auf „Lehrer“ umgetextet, das besonders bei den Insidern für viele Lacher sorgte, als der Marienschul-Chor es vortrug. NN-Foto: Lorelies Christian
Lehrerin Kirsten Schwarz hatte das Lied „Männer“ auf „Lehrer“ umgetextet, das besonders bei den Insidern für viele Lacher sorgte, als der Marienschul-Chor es vortrug.
NN-Foto: Lorelies Christian

Eine Aussage, die sich beim Festakt und anschließendem Schulfest am vergangenen Samstag bestätigen sollte. Natürlich ist  das 200-jährige Bestehen Anlass auf einen Rückblick in die Geschichte. Diesen gab Schulleiter Michael Lemkens, nachdem die  Festgesellschaft im Dom gemeinsam mit Diözesanbischof Dr. Felix Genn das Pontifikalamt gefeiert hatte. Da im Krieg die Schule zerstört wurde und damit auch das Archiv, sind viele Daten verloren geganen. Doch fest steht: Die Schule hat 1926 den Namen „Marienschule“ erhalten und somit gibt es in neun Jahren das Hundertjährige zu feiern. Doch was sagen schon Zahlen, wichtiger sind Erlebnisse und Empfindungen von Schülerinnen, die beschreiben, was diese Schule ausmacht. „Den guten Geist der Marienschule spürt man immer noch“, so äußern sich Ehemalige, die beim Klassentreffen ihre alte Schule besuchen. Und Lemkens ist ebenso wie seine Kollegen stolz auf die tiefe Verbundenheit, die viele Menschen ausdrücken, stolz zur Schulgemeinschaft zu gehören.
530 Schülerinnen werden heute in 18 Klassen von 34 Lehrern unterrichtet. Lemkens machte deutlich: „Wir verfolgen das Ziel Talente und besondere Begabungen individuell zu fördern und christliche Wertvorstellungen zu vermitteln.“ Das dies bereits so erfolgreich über zwei Jahrhunderte gelingt, führt Lemkens auf drei Dinge zurück: „Wir sind eine Katholische Schule, eine Realschule und für Mädchenbildung zuständig.“ Und er ergänzt: „Wir sind eine Schule mit Charakter, die sicher im 21. Jahrhundert angekommen ist.“
Brandender Applaus zeigt Zustimmung der Ehrengäste, der Lehrer (auch viele ehemalige sind angereist), der Schülerinnen und Eltern.

Viele Ehrengäste wohnten dem Festakt bei NN-Foto: Lorelies Christian
Viele Ehrengäste wohnten dem Festakt bei
NN-Foto: Lorelies Christian

Auch Bürgermeister Thomas Görtz,  Propst Klaus Wittke, Dr.  William Middendorf, Hauptabteilungsleiter Schule und Erziehung im Bistum Münster stellten in ihren Grußwörtern  das Besondere der Marienschule heraus und gratulierten. Wer dachte, dass in den Ansprachen schon alles gesagt worden sei, konnte mit Vergnügen die Ausführungen von Astrid Schilling und Maria Wanders von der Schulpflegschaft verfolgen. Sie machten eine „Rechnung“ mit aussagekräftigen Zahlen aus dem Schulleben auf und ließen Schulleiter Lemkens das Ergebnis ermitteln, das dann die Zahl 2017 ergab.
Ja, angekommen im 21. Jahrhundert – so war der Festakt peppig gestaltet von musikalischen Beiträgen der Schulband, des Chors und der Big Band sowie einigen Schülerinnen, die mit  ihren Sketchen für Heiterkeit sorgten. Das Moderatorengespann mit Lehrer Volker Wermke und der stellvertretenden Schülersprecherin Lara Frerix sorgte auf sympathische Weise für gelungene Übergänge zwischen den einzelnen Programmpunkten.
Nach dem offiziellen Teil erhielten die Gäste beim Schulfest Einblick in die Vielfalt des lebendigen Schullebens. Viele „Ehemalige“ waren gekommen und so gab es immer wieder ein großes Hallo beim Wiedersehen.