Jürgen Schmidt stellt seinen ersten Krimi vor – NN verlosen Exemplare

VEERT. Der Tag nach Aschermittwoch. In Bad Münstereifel wird die Leiche einer jungen Autorin aus dem Wasser geborgen. Privatdetektiv Andreas Mücke soll im Namen der Familie den Mörder finden. Eine Spur führt an den Niederrhein, nach Veert. Darüber schreibt der niederrheinische Autor Jürgen Schmidt in seinem ersten Krimi „Lesereise in den Tod“.

Jürgen Schmidt stellt seinen ersten Kriminalroman vor. Foto: privat
Jürgen Schmidt stellt seinen ersten Kriminalroman vor. Foto: privat

„Ich habe schon immer gern gelesen. Mit dem Roman möchte ich eine spannende Geschichte erzählen und habe versucht, mir bekannte und vertraute Orte einzubringen“, erzählt Jürgen Schmidt. Und dazu zählt auch Geldern, denn bis 1981 hat Schmidt hier gelebt und besuchte die Fachoberschule für Sozialpädagogik, absolvierte seinen Zivildienst im St.-Clemens-Hospital und zog dann mit 19 Jahren nach Düsseldorf, später nach Grevenbroich und schließlich nach Bad Münstereifel. „Ich war gereizt, etwas anderes auszuprobieren und für mich herauszufinden, was ich kann“, sagt er.

Bereits als Zehnjähriger wollte Schmidt „Schriftsteller“ werden – dabei nahm er an, dass es sich um einen Beruf handle, bei dem mit Winkelhaken und Bleibuchstaben im Stehen gearbeitet wurde. „Ich habe anfangs Schriftsteller mit Schriftsetzer vertauscht“, erklärt er. Die ersten Schreibversuche startete er in der Gruppe „Deutsche Friedensgesellschaft – Ortsgruppe Geldern“, die sich selbst als alternative Stadtzeitung bezeichneten. 15 Ausgaben erschienen, bevor die Ortszeitung eingestellt wurde. Dann hat der Autor sich an Kurzgeschichten und Erzählungen versucht.

Doch erst 1998 fing er an, Bücher zu schreiben. Sein erstes Werk war „Die Nebelfrau“, eine Ausarbeitung einer Kurzgeschichte, die er bereits vor zehn Jahren geschrieben hatte. In 2013 erschien „Chiliherzen“ und in diesem Jahr nun sein erster Krimiroman „Lesereise in den Tod“. „Der Krimi spielt in der heutigen Zeit“, sagt er. Darin geht es um die junge Autorin Mona de la Mare, der jedes Mittel recht ist, ihre Karriere voranzutreiben. Deshalb gibt sie beispielsweise vor, die Urenkelin des britischen Schriftstellers Walter de la Mare zu sein. So veröffentlicht sie auf eigene Faust den Roman „Passwort Hurensohn“ und organisiert dazu eine vierwöchige Lesereise durch Deutschland. Nach einem erfolgreichen Start stellt sie ihr Buch an Aschermittwoch in Bad Münstereifel vor. Am nächsten Tag soll sie in Nettersheim vorlesen, doch dazu wird es nicht kommen …
„Ich habe eine Schriftstellerin in ihren Anfängen als Figur gewählt, die nicht nur einen spannenden Namen hat, sondern auch ein verrücktes Huhn ist“, betont Schmidt. Für die Suche nach dem Mörder hat er sich für einen Privatdetektiven entschieden, der ebenfalls am Anfang seiner Karriere steht. „Es ist eine widersprüchliche, aber auch realistisch wirkende Figur, die man trotz ihrer Fehler gut verstehen kann“, erzählt er und verheimlicht nicht, dass das Buch auch einige Parallelen zu seinem eigenen Leben aufweist.
„Ich habe mich bemüht, ein gewisses Niveau zu erreichen“, sagt er. „Ich hoffe, die Leser können sich auf eine ungewöhnliche Geschichte einlassen. Eine Geschichte, die aus dem Leben gegriffen scheint und überall passieren könnte.“