Dr. Haus antwortet auf Fragen rund ums Energiesparen

Stadt Rheinberg vermittelt Gespräch zum Fachmann vor Sanierungsarbeiten

RHEINBERG. Wer im Baugebiet 12 in Budberg ein Grundstück kauft, kann seit dem Herbst einen besonderen Service in Anspruch nehmen: Dr. Haus, bislang bekannt für die Beratung zu Altbausanierung, gibt kostenlos Rat und Hinweise zum Neubau von Niedrigenergiehäusern. Am 29. August gab es eine sehr gut besuchte Einführungsveranstaltung, jetzt finden monatlich 1stündige Einzelberatungen statt. Hier können die Bauwilligen ihre Fragen und Zweifel rund um den Bau eines Niedrigenergiehauses loswerden. Energieberater und Passivhausplaner Dietmar Krebber berät die Interessierten fachkundig und unabhängig. Einigen der typischen Fragen stellt er sich in diesem Interview:

„Ich möchte gern ein Haus mit Kalksandstein bauen, mein Bauträger sagt, dass damit aber keine Niedrigenergiehäuser gebaut werden können.“

Dr. Haus: Der Kalksandstein ist gut geeignet, um ein Niedrigenergie- oder Passivhaus zu bauen. Bei einem Niedrigenergiehaus kommt es auf die Vermeidung von Wärmebrücken und die Herstellung einer luftdichten Gebäudehülle an. Aufgrund seiner Struktur und Dichte ist kalksandstein besonders geeignet, um eine luftdichte Hülle zu erstellen.

„Ich habe gehört, dass die Niedrigenergiehäuser Quatsch sind, der beste Standard ist immer noch ein KfW70-Haus. Die Mehrkosten für ein Passivhaus bekommt man nie wieder rein.“

Dr. Haus: Das ist sehr kurzfristig gedacht. Gerade jetzt sehen wir, dass die Energiepreise nach oben tendieren. Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser (z.B. Drei-Liter-Häuser) bieten eine sehr hohe Wohnqualität, die ein „KfW 70“-Haus nicht aufweisen kann. Was heute besser gedämmt wird, muss in Anlagentechnik nicht mehr investiert werden bzw. hat für die nächsten 50 Jahre keine Folgekosten.

„Ein Niedrigenergiehaus muss teuer mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe beheizt werden, die 30.000 Euro kostet.“

Dr. Haus: Der Planungsansatz soll sein, so wenig Anlagentechnik wie möglich einzusetzen. Wenn also ein sehr gut gedämmtes, luftdichtes Haus noch ein bisschen beheizt werden muss, dann nicht mit einer teuren Technik.

„Ein Niedrigenergie- oder gar Passivhaus kann sich kein Normalverdiener leisten, das ist für uns viel zu teuer.“

Dr. Haus: Hohe Mehrkosten müssen nicht mehr sein, zumindest nicht, wenn mit erfahrenen Fachleuten geplant wird. In der Regel werden 6-8\% Mehrkosten nicht überschritten, die dann durch die Förderungen größtenteils wieder aufgefangen werden.

„Passivhäuser sind architektonisch nicht besonders ansprechend. Sie sind meist Holzhäuser, ich baue lieber ein Massivhaus.“

Dr. Haus: Passivhäuser sehen von außen nicht anders aus als „normale Häuser“. Der Architektur sind wenig Grenzen gesetzt. Ob Holzhaus oder Massivbau spielt keine Rolle.

„Niedrigenergiehäuser haben eine sehr komplizierte Haustechnik und durch die Lüftungsanlage ist bestimmt sehr laut und zugig. Außerdem darf man nicht einfach das Fenster öffnen.“

Dr. Haus: Die Haustechnik ist in der Regel möglichst einfach gehalten. Die Lüftungsanlagen sind Komfortanlagen mit geringen Luftgeschwindigkeiten, die kaum Geräusche verursachen. Natürlich darf man auch die Fenster öffnen, es wäre schlimm, wenn geschlossene Fenster Voraussetzung in einem Passivhaus wäre…  Besonders AllergikerINNEN freuen sich über die gute Luftqualität, die sehr guten Filter halten die Pollen aus dem Haus.

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Jeden Monat bietet Dr. Haus neben den altbekannten Altbausanierungsberatungen auch Beratungstermine für Neubauwillige in Rheinberg an, der nächste Termin ist am 27. Januar 2017.

Bei Interesse melden Sie sich bei Nicole Weber F. Santos unter 02843 171498 oder nicole.weber.f.santos@rheinberg.de.