Fünf Vorleser begeistern mit fünf verschiedenen Beiträgen

Drittklässler der Heinrich-Eger-Schule in Appeldorn überzeugen die Jury

APPELDORN. Die erste Hürde war bereits geschafft:  Michaela Seifart, Marc te Boekhorst, Laureen Fuchs, Louis Opgen-Rhein und Clara Class hatten das Votum ihrer  Klassenkameraden  erhalten, beim Lesekönig-Wettbewerb anzutreten, den die Niederrhein Nachrichten gemeinsam mit der Sparkasse Kleve und der Buchhandlung Hintzen ausrichtet.   

Die Drittkllässler der Heinrich-Eger-Grundschule Appeldorn freuen sich mit ihren Siegern (v. l.): Drittplatzierte Michaela Seifart, Siegerin Laureen Fuchs und Zweitplatzierter Louis Opgen-Rhein. NN-Foto: Lorelies Christian
Die Drittkllässler der Heinrich-Eger-Grundschule Appeldorn freuen sich mit ihren Siegern (v. l.): Drittplatzierte Michaela Seifart, Siegerin Laureen Fuchs und Zweitplatzierter Louis Opgen-Rhein.
NN-Foto: Lorelies Christian

Die 21 Drittklässler hatten bereits bis zu vier der fünf empfohlenen Bücher gelesen und sich nun für Textpassagen entschieden, die fünf von ihnen der Jury vortragen wollten. Klassenlehrerin Kerstin Wirth zollte ihren Kindern bereits vor dem Wettbewerb großen Respekt: „Die Literaturauswahl ist schon recht anspruchsvoll für Grundschulkinder in dem Alter. Unsere Kinder sind etwas nervös, sie haben ja bisher noch nie vor Fremden gelesen“, machte sie auf die besondere Situation aufmerksam.

 

 

 

Welt der Phantasie

Doch die Kinder lassen sich ihre Anspannung nicht anmerken, setzen sich vors Publikum, öffnen ihre Bücher und legen los, nehmen ihre Zuhörer mit in die Welt der Phantasie und lassen die Umgebung vergessen.
Michaela Seifart liest aus dem Buch vor „Wenn das Leben wie Schokolade schmeckt“, sie gibt wieder, wie die neunjährige Grace sich fühlt, als sie mit der schweren  Krankheit ihrer Mutter konfrontiert wird. Marc te Boekhorst liest aus der Geschichte des tollpatschigen Spezial-Agenten Mumie vor  und schafft ebenfalls, die Aufmerksamkeit seines Publikums zu wecken. Laureen Fuchs hat das Buch „Der Hutz“ ausgesucht und lässt die Zuhörer spannende Abenteuer erleben. „Ma.Lu.Lu.Ka. Ein Ratekrimi“ – dieses Buch hat es allen Kindern angetan. Louis Opgen-Rhein nimmt die Anwesenden mit auf Spurensuche und eigentlich ist es bedauerlich, dass jeder nur fünf Minuten für seine  Lesung hat. Mit „Penny Pepper und Alarm auf der Achterbahn“  lernen die Juroren auch das fünft Buch kennen, das den Schulen zur Verfügung gestellt wurde. Clara Claas gibt in ihrer Lesung die Spannung des Detektivromanes wieder. Spannend wird‘s nun auch bei der Siegerermittlung. Sigrun Hintzen von der Buchhandlung Hintzen aus Kleve, Alexander Kannenberg von der Sparkassen-Geschäftsstelle Kalkar und Lorelies Christian von den Nieder­rhein Nachrichten errechnen nun die vergebenen Punkte. Bevor die Platzierungen bekannt gegeben werden, erläutert Sigrun Hintzen: „Ihr habt alle ganz prima vorgelesen und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch ihr wisst, wir dürfen wie im Sport nur   Gold, Silber und Bronze verleihen und daher mussten wir uns für die drei Besten entscheiden.“
Wie schon beim Vorlesewettbewerb hätte man auch jetzt eineStecknadel fallen hören können, so sehr wuchs die Spannung. Platz 3 für Michaela Seifert, Platz 2 für Louis Opgen-Rhein und Platz 1 fürLaureen Fuchs! Glückwünsche und Applaus von allen Seiten!

Buchtipps der Schüler:

Ma.Lu.Lu.Ka – Ein Ratekrimi:

„In dem Buch geht es um vier Freunde. Sie heißen: Marlene, Lu, Ludwig und Karim. Sie sind mit der Schule in einen alten Flughafen gegangen. Dort hat Karim eine Aufnahme gefunden. Ludwig hat gewusst, dass das ein Tonband war. Darauf waren Elefantengeräusche und Menschenschreie, aber in einer anderen Sprache. Ma.Lu.Lu.Ka versuchen, hinter das Geheimnis des Bandes zu kommen und ein spannendes Abenteuer quer durch Berlin beginnt. Besonders gut gefallen hat uns, dass es in dem Buch so viele zusätzliche Rätsel gibt!“

Der Hutz:

„Das Buch handelt von dem zwölfjährigen Elvis Miller. Sein Zeugnis ist so schlecht, dass seine Eltern ihn in den Sommerferien nach Maienfeld zu seiner Oma schicken. Er soll dort für seine Nachprüfung lernen. Elvis ist nicht begeistert, denn bei Oma gibt es keinen Computer oder Internet. Aus Langeweile freundet er sich mit dem Hund seiner Oma an. Zufälligerweise ist in der Nachbarschaft auch ein Mädchen aus seiner Klasse zu Besuch, Lena. Lena und Elvis unternehmen viel mit dem Hund Hutz. Sie merken schnell, dass der Hutz keine normaler Hund ist.“

Wenn das Leben wie Schokolade schmeckt:

„Die neunjährige Grace erlebt ein schönes und trauriges Abenteuer. Graces Mum muss ins Krankenhaus, weil sie Krebs hat. Deshalb muss Grace zu ihrem Großvater, den sie nicht kennt. Dort lernt sie ein Mädchen namens Megan kennen, das ein kleines Schwein besitzt. Sein Name ist Claude. Megan und Grace werden beste Freundinnen und halten immer zusammen, auch wenn Grace in der Schule von Lucy Potts gemobbt wird. Wichtige Dinge schreibt Grace in ihr blaues Spezialbuch. Grace vermisst ihre Mutter sehr. Sie möchte schnell zurück zu ihr. Zusammen mit Megan und dem Schweinchen Claude macht sie sich auf den Weg nach London. Am Ende leben alle beim Großvater, und Graces Mum wird wieder gesund.“