|

|
|
 Shibu
„Wir verändern Leben“, sagt Shibu. Er muss es wissen. „Du kannst den Menschen einfach nur Medizin geben“, sagt Shibu. „Das ist dann die eine Sache. Aber wenn du ihnen helfen willst, musst du ihr Leben betreten.“ Er muss es wissen. Und wenn er es weiß, ist das kein Zufall.


Das Buch muss anfangen - 13 Schritte Richtung Missmahl
Wenn ein Sammler sich Gedanken über das
Danach macht, geht es um einen Platz. Missmahls Traum: Kölsche Sammlung
- kölsche Heimat. Sammeln ist die Dokumentation einer Haltung. Jede
Haltung braucht einen, der sie hält.

 Das Herz des Sammlers
Der Weg ins Herz
des Sammlers führt durch die Augen. Bilder haben einen
Richtungswillen. Es zieht sie zum Sammler. Eins kommt zum anderen. Wo
die einen in den dritten Jahresurlaub abbiegen, finden für Jos die
Ferien am Bild statt. Im Bild zu sein ist der Anfangs-, Wunsch- und
Endzustand.


Einschluss
Ich habe mich also
einschließen lassen. Ich tue das sonst nie. Es geht
nicht.
Museen haben ihr ureigenes Regelwerk. Der Einschluss des Besuchers ist
ein vorstellbarer aber nicht gewünschter Irrtum. Eine Galerie verfügt
über andere Möglichkeiten, die Einsichten der Besucher zu befeuern.


Maria macht Theater
Siebenundfünfzig
Grundschulen gibt es im Kreis Kleve. Sie alle werden in
nächster
Zeit Besuch bekommen. Von der Polizei.Kein Grund zur Sorge. Nichts
Ernstes. Oder eigentlich doch. Maria wird kommen. Maria ist die
Einfraushow in Sachen Verkehrserziehung.


Ein Liebender auf Reisen
Der Betrachter
muss sich als denkendes Individuum etablieren. Er muss
die eigenen Geschichten mitbringen. Er darf die eigenen Geschichten
mitbringen und wird eben dadurch eins mit Kounellis Werken.


Abreibung am Tatort
An der Eingangstür
zum Bürocontainer hängt ein Schild:"Video überwacht".
Der Rollladen des Fensters ist leicht angehoben - die Scheibe dahinter
zersplittert.


Norwegian Good
Nadja, Raphael und
Sebastian haben sich auf den Weg gemacht. Das Ziel:
Europa. Die Aufgabe: Umstandserforschung. Naja – es geht nicht um ganz
Europa. Es geht um Frankreich, Norwegen, Holland und Deutschland. Und
es
geht um Lebensvergleiche in Sachen Inklusion.


Zum Glück
Alles soll
stimmen. Die Menschen sollen sich wohlfühlen. Das Ziel:
Zuerst eine schöne Zeit. Dann der Wunsch nach Wiederholung. Wer ins
Allgäu reist, ist von dem Wunsch nach dem Ursprung beflügelt. Bad
Hindelang ist nicht Las Vegas.


Das Gegenteil von Monaco
Der Termin stand
lange fest. Sechzig Gäste. Standesamtliche Heirat im
Schloss, anschließend Kirche. Weiße Kutsche für das Brautpaar. Dann der
gemütliche Teil. Der Termin hat sich leicht verschoben. Die Modalitäten
haben sich geändert. Kann passieren.


"Hin!"
Vielleicht doch
nicht den Hubschrauber mieten und Prospekte abwerfen.
Vielleicht einfach mal schreiben: Leute, da gibt es eine Ausstellung,
die ihr gesehen haben müsst. Dann noch den Ort nennnen. Und dann
aufhören. Sponsorenlauf.


Helden
Abgerechnet wird am
Schluss. Schluss ist nach 60 Minuten. Die Frage:
Wie verändert man die Welt? Die Antwort: Mit Laufen. Vielleicht.
Klassenkampf ist Umverteilung. Die findet statt. Hier. Und heute. Im
Namen der Schüler. Die Richtung: Von oben nach unten. Der Deal: Strecke
gegen Geld. Sponsorenlauf.


"Mach ma laute Pulle!"
Der
Tag endet um 17 Uhr. Am Grillplatz. Gegrillt wird nicht. Stattdessen
gibt‘s Fingerhypnosenyoga und danach: Das Lied. Regina dirigiert das
Orchester. Das Orchester kommt aus der Steckdose und ist eine Band.
„Mach ma laute Pulle“, sagt einer von den Jungs. Es gibt noch einen.
Und 22 Mädchen.


Carl Andre: Im Traum erwachen
Es
muss nichts mehr bewiesen werden. Ikonen haben ihren Platz in der
Geschichte. Carl Andre ist eine von ihnen – hingemeißelt in die
Kunstwelt hat er längst seinen Stern auf dem imaginären Walk of Art.


... außer Kontrolle
Ein
Atelierbesuch ist immer etwas Besonderes: Die Visite beim Unfertigen
— eine Art von Ausflug in den Künstlerkopf. Gleichzeitig
ist
ein Atelier kein Ort des Heiligen. Es ist eine Werkstatt. Eine
Verdauungsmaschine. Nicht mehr. Nicht weniger.


Genuss muss
Hans
hat das Kommando. " I bin der Hans. I moch des hait mit euch." Hans
lehrt die Diagonaltechnik. Diagonal – das kommt von der
Bein-Arm-Kombination. Linkes Bein – rechter Arm. " Wenn' s nicht
klappt, sagt' s euch des ein" , empfiehlt Hans. Einsagen ist eine Form
der Selbsthypnose.


A Romantic View
Die
Ausstellung: 70 Wolken, die in Richtung Melancholie schweben. Romantik
hat keine Geschwindigkeit. Alle Macht geht von der Farbe aus. Vom
Motiv. Von der Stimmung. Ein klangfernes Staunen. Jedes Bild entwickelt
sich zum Portrait seines Betrachters. Er blickt ins eigene Zentrum.
Kann ein Bild die Rettung sein? Ja bestimmt. Vielleicht.


|
|
| |

Ansprechpartner


 |
Heiner Frost
Reportagen

Fon 0171- 8590312
Fax 02831-97770-49


 |
|
|
|
|