Schantall gackert jetzt
für den Kinderschutzbund
SONSBECK. Was haben das Huhn „Schantall“ und die „guten Seelen“ des Kinderschutzbundes Xanten-Sonsbeck gemeinsam? Sie sorgen dafür, dass auch in Zukunft, die Arbeit des Peter Pan Teams fortgesetzt werden kann.
1991 übernahm Petra Olfen den Vorsitz des Ortsvereins - seither rührt sie eifrig die Werbetrommel für den Kinderschutzbund, um in Not geratene Kinder und Familien unterstützen zu können. Aus Mitgliedsbeiträgen lässt sich der immer größer werdende Bedarf nicht finanzieren. Die Kommune Sonsbeck gewährt einen Mietzuschuss, damit der Kinderschutzbund die Kinderoase führen kann. Dort ist ein Second-hand-Laden beheimatet, gleichzeitig ist das Haus an der Hochstraße Anlaufstelle für alle Hilfsbedürftigen. Die Kinderoase feierte nun Fünfjähriges und erfreut sich großer Resonanz. Doch der ständige Kampf, die monatlichen Fixkosten zu erwirtschaften, macht den ehrenamtlichen Helferinnen das Leben schwer. „Im letzten Jahr sind wir an unsere Grenzen geraten“, erzählt Petra Olfen und erläutert: „Wir betreuen 42 Familien und waren so weit, dass unsere Helferinnen eigenes Spritgeld und Telefonkosten einsetzen mussten, um Hilfe zu leisten. Das kann nicht sein.“
Zum Glück dachten auch „gute Seelen“ so und erhöhten ihr jahrelanges Engagement mit erhöhten kontinuierlichen Spendenzusagen. Stellvertretend für die Menschen, die den Kinderschutzbund unterstützen, hat das Peter Pan Team nun die „guten Seelen“ aus 2009 geehrt. Das Dankeschön nahmen Christel Gembries und Simone Brüx-Lauterbach aus Sonsbeck sowie Friedhelm Weltersbach aus Xanten gerne entgegen. Christel Gembries betonte jedoch: „Das Team ist die eigentliche gute Seele. Ihr seid immer da, habt ein offenes Ohr. Das ist mit Geld nicht zu betonen.“ Ähnliche Reaktion auch von Simone Brüx-Lauterbach, die dafür plädiert, dass den Helferinnen der Rücken frei gehalten werden müsse, damit sie ihre Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben nutzen können.
Friedhelm Weltersbach beobachtet mit Sorge die wachsenden Armutszahlen und sieht es als Pflicht eines jeden, der finanziell besser gestellt ist, den Verein und damit notleidende Familien zu unterstützen.
Mit einem besondereren Geschenk zum Geburtstag der Kinderoase überraschten Bürgermeister Leo Giesbers, Kathrin Janßen und Marita Gesthuysen das Peter-Pan-Team. Sie überreichten das Huhn „Schantall“, ein wanderndes Spendenhuhn. Die eigentliche Idee stammt aus einer landesweiten Benefiz-Aktion gegen Kinderarmt „Die Jecken Hühner von NRW“. Leo Giesbers erhielt von den Initiatoren Rainer Bonk und Bertamaria Reetz einen Brief, in dem sie die Idee vorstellten. Daraufhin bestellte der Bürgermeister einen Rohling für das Kunstwerk, aus dem die Frauengruppe „Chicken Club“ eine kleine Attraktion gestaltete. Die kreativen Damen hatten viel Spaß an der Arbeit, wie die Vertreterinnen Kathrin Janßen und Marita Gesthuysen versicherten. Sie hoffen, dass das Huhn demnächst für Peter Pan kräftig gackert und „goldene Eier“ legt. Wer möchte, kann das Kunstwerk in der Kinderoase ausleihen und zu einer Firmen- oder Privatfeier aufstellen. Sicherlich sorgt „Schantall“ für Aufmerksamkeit und weckt Spedenfreude.
Christel Gembries hat das Huhn schon gleich für den Verkaufsoffenen Sonntag am 21. März gebucht und ist zuversichtlich, dass viele Kunden für den Kinderschutzbund spenden werden.
Lorelies Christian
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