Bebilderter Weltuntergang
GOCH. M.S. Bastian und Isabelle L. zeigfen „Die Bastokalypse“ in einer Ausstellung für das Museum Goch in der Reichswaldkaserne. Eröffnung ist am Samstag, 4. September, um 19 Uhr.
Zum ersten Mal in Deutschland zeigen wir das Monumentalgemälde Die Bastokalypse aus dem Jahr 2008/2009 des Schweizer Künstlerpaares M.S. Bastian und Isabelle L.

Der 52 Meter messende Gemäldezyklus greift das Thema der Apokalypse auf. Bastokalypse, versteht sich als Wortspiel zwischen Apokalypse und Bastian und ist eine Fortführung von bisher entstanden Bildwelten der Künstler, wie Bastropolis, Bastian-World, Basti-Welt um nur einige zu nennen. Der Bildstreifen der Bastokalypse ist eine figurativ-expressive Komposition aus verschiedensten Zitaten und vereint so verschiedenste apokalyptische Motive: Bilder und Zeichen aus Comics, Trash und Trivialkunst finden sich ebenso wie jahrtausende alte Mythologien oderSchreckensszenarien der Moderne.
Bildteile, die erstaunen oder erschrecken, folgen auf solche, die einem zum Lachen bringen. Ober- und Unterwelten, Aufbau- und Untergangsszenarien mischen sich zu einer furiosen Bilderwelt.
Dieses filmische Moment entspricht auch der Erzählform des Comics, bei denen man sukzessive, von Bild zu Bild, von Seite zu Seite oder wie hier auf der gesamten Länge des Bildstreifens (comic strip) die Geschichte erfährt, die in einem gestalterisch organisierten Chaos die verschiedensten Anspielungen zueinander in Beziehung setzt. In der Präsentation in der ehemaligen Reichswaldkaserne in Goch befindet sich der Besucher inmitten der Bastokalypse. Er wird komplett umschlossen von den Figuren und Darstellungen.
Mit der Bastokalypse knüpfen die Schweizer an verschiedene ähnliche Projekte an: zum Beispiel an Päng-Comics, illustrierte Kurzgedichten von Charles Bukowski (1995), oder an die dreidimensionale und begehbare Comics-Geisterbahn am Fumetto Comix Festival Luzern und im NWR-Forum in Düsseldorf (1996).
Zudem bildet die Bastokalypse auch ein Gegenpol zur Arbeit "100 Ansichten von Bastropolis", einer von 2002 bis 2008 im Anschluss an eine Japanreise erfolgte Auseinandersetzung mit der grotesken und witzigen Welt der japanischen Mangas. Zu sehen ist die Schau, die in Kooperation mit der GO! - die Gocher Stadtentwicklungsgesellschaft entstand, bis 17. Oktober.


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