12.03.2012
Altmetall
Karlchen sitzt am Schreibtisch. Im ganzen Haus klingeln die Telefone, rufen sich die Kollegen über die Flure hinweg etwas zu. Plötzlich klingt von draußen eine gar liebliche Melodei.
Karlchen lauscht still verträumt. Wer mag es sein, wer lockt da? Ein Blick aus dem Fenster ist wenig aufschlussreich. Die Musik will nicht enden. Karlchen rätselt, Karlchen mutmaßt, kommt dem Verursacher aber nicht auf die Spur. Sie summt ein wenig mit und wird von Sekunde zu Sekunde neugieriger, geht wieder zum Fenster und da sieht sie ihn: den Altmetallhändler. Wie der Rattenfänger von Hameln sucht er, Menschen mit seiner Melodei zu locken. Sie zu verführen im Kupfer, Metall und altes Eisen zu bringen. Bei dem Gedanken an altes Eisen stutzt Karlchen und beginnt augenblicklich, sich in Sicherheit zu bringen. Bei den Preisen auf den Weltmärkten könnte sie ein gefragtes Objekt sein.
Karlchen