Geldersche Draak geht nach Kapellen

Geldersche Draak geht nach Kapellen

von -

Die 33. Auszeichnung geht an Maria Crom für ihr Engagement für die Schlaganfall-Selbsthilfegruppen in Goch und Geldern

GELDERN. Zum 33. Mal – welch eine tolle karnevalistische Zahl – wurde der Gelderscher Draak an Altweiber im Anton-Roeffs-Saal an die Kapellenerin Maria Crom vergeben.

Wenn es um die gute Sache geht, kommt der eine oder andere auch Mal „mit dem Kopf unterm Arm“, so das lobende Wort von Patrick Tekock, Regionalleiter der Sparkasse Krefeld auf Moderator Herbert van Stephoudt, der trotz Erkältung die Verleihung moderierte. Einen echten Karnevalisten hält so etwas nicht auf, vor allem, wenn es um die traditionsreiche Verleihung des Gelderschen Draak geht. Deswegen ruft van Stephoudt auch erst mal ein Dreifaches „Helau“ auf die Drachentöchter, den Gelderschen Draak und die Stadt Geldern aus und bittet die Gründer des Preises, Sven Kaiser für die Stadt Geldern und Fee Christiana Plaumann für den KKG, auf die Bühne. Tekock weist als Gastgeber erst mal auf den besonderen Wert des Preises hin: „Es ist eine tolle Auszeichnung und um sie zu bekommen, muss man etwas Besonderes gemacht haben.“ Die Frauen, die sich bislang in den Reihen der Preisträger wiederfinden, haben eines alle gemeinsam: „Sie wissen, dass nicht die Ellenbogen das wichtigste Körperteil sind, sondern das Herz“, so Tekock.

Von den Drachentöchtern gab es ein Ständchen für das neue Mitglied. NN-Fotos: Dickel

Die Laudatio auf Maria Crom hielt Bernd Stara, Sprecher der Selbsthilfegruppe, der Maria Crom auch für den Preis vorgeschlagen hatte und als „Horst Schlämmer“ erschien. Mit einem Augenzwinkern und einem „Schätzelein“ kündigte er eine kurze Rede an und holte dann einen riesigen Packen Papier aus seiner Tasche. In einem anschließenden Reim ließ er das Leben der neuen Drachentochter Revue passieren: Maria Crom ist in Fürstenau geboren und hat auch dort ihren Mann Franz kennengelernt. Berufsbedingt zog es beide an den Niederrhein. Nachdem ihr Mann einen Schlaganfall erlitten hatte, gründete sie 1997 eine Selbsthilfegruppe, in der sie heute noch tätig ist: „Maria, war unser Glücksfall“, gibt Stara am Ende unumwunden zu und fügt an „und vom Franz da oben gibt es Applaus.“

Auch Bürgermeister Sven Kaiser bestätigte, dass die Wahl schnell auf Crom fiel: „Wir wollten jemanden ehren, der sich schon lange engagiert und fanden es wichtig, das Thema Schlaganfall in wieder in den Fokus zu stellen.“ Maria Crom nahm die Auszeichnung dankend entgegen und durfte sich kurz darauf ein eigens für sie geschriebenes Lied von den ehemaligen Drachentöchtern anhören. Bevor es dann mit den Glückwünschen der anwesenden Karnevalsvereinen weiter ging, wurde auch noch die Drachentochter Inge Giesen für ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem selbst gemalten Bild geehrt.