Jubiläumsbüttenabend bestach mit abwechslungsreichem Programm

VEERT. „Einmal Prinz sein beim VVK“, sang Prinz Günter I. beim Einmarsch mit seinem Dreigestirn in die VVK-Arena. Der Wunsch wurde ihm durch die Proklamation bereits erfüllt, der Büttenabend des VVKs bot jedoch die perfekte Möglichkeit, um sich bei den Veertern mit einem bunten Programm für die Session zu bedanken.

Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Präsidenten des VVKs, Johannes Kubon und der zweiten Vorsitzenden, Nadine Kersten, verkleidet als Caesar und Kleopatra. Kubon, der am Tag zuv.or kaum eine Stimme mehr hatte, trotze seinen Stimmbändern und moderierte den Abend gemeinsam mit Kersten in gewohnter lockerer Manier. Zu Beginn begeisterte die jüngste Garde, die Tanzengel, mit einer Performance, während danach die VVK-Gardesternchen als Supergirls die Bühne ernteten und auf moderne Hits ihr tänzerisches Können zeigten. Gleich darauf griff das Dreigestirn, Prinz Günter I., Jungfrau Heidi und Bauer Gerd, wieder zum Mikrofon. Keine Karnevalssitzung ohne den Klassiker des Karnevals – Viva Colonia. Allerdings hatten die drei den Text umgeschrieben und feierten nun „als Dreigestirn des VVK im Jubiläumsjahr.“ Das wohl älteste Dreigestirn, immerhin sind sie zusammen 218 Jahre alt, animierte das Publikum zum Schunkeln, Singen und Feiern.

Nach dieser musikalischen Darbietung betrat Renate, das Veerter Waschweib die Bühne und erheiterte das jecke Publikum mit kurzen Anekdötchen: „Letztens hat mein Mann mich nackt gesehen und ich sagte ihm, dass das, das Kleid der Liebe sei. Er antworte daraufhin nur, das hättest du aber auch mal bügeln können.“ Unter großem Gelächter und dem Klassiker „Das bisschen Haushalt“ verlässt das Waschweib anschließend wieder die Bühne um Platz zu machen für „de kölsche Tön“. Die wohl älteste Boygroup Deutschlands, wie sie sich selbst bezeichnen, sorgte mit Kölschen Hits für Partystimmung. Spätestens bei dem Klassiker „Echte Fründe“ wurde lauthals mitgesungen und die VVK-Arena brodelte. Mit Konfettiregen verabschiedete sich die Gruppe. Dies sorgte allerdings für eine kleine, unerwartete Pause, denn die nächste Tanzgarde „No Limit“ musste mit ihrem Auftritt warten, bis die Bühne gefegt war. Kurzerhand griff auch Kersten alias Kleopatra zum Besen und half, die Bühne vom Konfettiregen zu befreien. Dem Auftritt der Mädels tat das Warten allerdings keinen Abbruch. Gekonnt flogen Beine in die Höhe und es wurde getanzt.

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Ruhiger ging es beim nächsten Künstler, der in die Bütt stieg, zu. Elmar van Treeck trug einige Lieder an der Gitarre vor, bevor es zu einem Höhepunkt des Abends ging: der Verleihung des Steckenpferdes. Als neue Steckenpferdträger wurden Johannes Kempkens und Elmar van Treeck gekürt: „Johannes macht mit seiner Druckerei immer alles möglich“, erläutert Kubon. Van Treeck, der verantwortlich für das Bühnenbild ist, wird ebenfalls für sein Engagement ausgezeichnet.

Für ein weiteres Highlight des Abends sorgten „die Veertigen 14″, die Zeremonienmeister Wolfgang Rievers beim Einmarsch mit einem Himmelbett in den Saal trugen. Unter lauten Jubelrufen performten die 14 Männer und durften erst nach einer Zugabe die Bühne wieder verlassen. Nachdem Heribert Munsters und Ingrid Wunder auf die Bühne geholt wurden, um das Gründerquartett, neben Hans Kubon und Heinz Dieter Mentrop, zu komplettieren, gab Prinz Günter I. bekannt, dass es, passend zum Jubiläumsjahr, neben dem Veerter Karnevalszug am 10. Februar, noch einen weiteren Festakt geben werde. Zur Sommerkirmes dürfen die Veerter sich auf einen mehrtägigen Festakt freuen. Nachdem auch „New Generation“ mit ihren Tanzkünsten glänzten, gab es eine Premiere. Zum ersten Mal traten die „Veerter Harmonists“ beim Büttenabend auf. Auf die Melodie von „Mein kleiner grüner Kaktus“ sangen die vier Männer „Ich wohne nicht in Geldern, ich wohne in Geldern – Veert“ und hatten so die Aufmerksamkeit des Saals direkt auf ihrer Seite. Spätestens beim zweiten Refrain sangen alle Jecken lauthals mit. Ernste Töne stimmten die „Veerter Harmonists“ mit ihrem zweiten Lied an. „Ich will nicht nach Geldern, Walbeck oder Kevelaer – ich will nach Ingenhaag“. Dass die Männer mit diesem Lied „den Nagel auf den Kopf getroffen haben“, wie Kubon abschließend betont, wurde auch anhand der Stimmung deutlich. Kaum ein Beitrag erntete soviel Applaus und zustimmende Jubelrufe.

Nach einer weiteren Tanznummer der VVK-Garde Rot-Weiß und einem Beitrag der Emil-Backes-Band endete ein Abend mit sowohl humoristischen als auch künstlerischen und ernsten Beiträgen.