Neue Kooperation der Häfen am Niederrhein

Neue Kooperation der

Häfen am Niederrhein

Gründung der „DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH“ zum 1. Januar

Die Beurkundung ds Gesellschaftsvertrags: hinten v. l. Frank Tatzel (Bürgermeister Stadt Rheinberg), Karl Borkes (Kreiskämmerer des Kreises Wesel), Peter Hinze (Bürgermeister Stadt Emmerich), Ulrike Westkamp (Bürgermeisterin Stadt Wesel), Dirk Haarmann (Bürgermeister Stadt Voerde); vorne v. l. Udo Jessner (Geschäftsführer Port Emmerich GmbH), Andreas Stolte (Geschäftsführer DeltaPort GmbH & Co. KG) und Christian Kleinenhammann (Vorstand NIAG Niederrheinische Verkehrsbetriebe AG). Foto: privat

EMMERICH. Die Beurkundung der Gründung einer gemeinsamen Marketinggesellschaft zum 1. Januar der Häfen DeltaPort (Häfen Wesel, Voerde), NIAG Niederrheinische Verkehrsbetriebe (Hafen Rheinberg-Orsoy) und Port Emmerich (Hafen Emmerich) ist in einem feierlichen Akt vollzogen worden. Ein zukünftig gemeinsames Standortmarketing soll die Binnenhäfen der Region Niederrhein weiter stärken.

Der Niederrhein zählt zu den führenden Logistikstandorten in Europa. Eine besondere Schlüsselrolle nehmen die Binnenhäfen der Region als Funktion einer Hinterlanddrehscheibe für die großen Seehäfen in Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam ein. Um die große Bedeutung der Binnenhäfen am Nieder­rhein hervorzuheben, wurde die Kooperation der Häfen DeltaPort, NIAG Niederrheinische Verkehrsbetriebe und Port Emmerich in Anwesenheit von Vertretern der Gesellschaften, der Bürgermeisterin der Stadt Wesel und den Bürgermeistern der Städte Emmerich, Rheinberg und Voerde notariell beurkundet.

Die Gründung einer gemeinsamen Kooperation steht dabei im Einklang mit den Handlungsempfehlungen aus dem Masterplan Häfenkooperation Niederrhein und dem Hafenkonzept NRW, die die Ausschöpfung von Kooperationsmöglichkeiten zur Steigerung der Marktwahrnehmung und der Hebung von Marktpotentialen anregen. „Die enormen Potentiale der Standorte DeltaPort, Emmerich und Rheinberg-Orsoy dürfen nicht in den Hintergrund geraten“, sind sich alle Gesellschafter der neuen DeltaPort Niederrhein GmbH, Udo Jessner, Christian Kleinenhammann und Andreas Stolte, einig. Mit einer deutlicheren Positionierung der drei Standorte im Markt ergeben sich letztlich bessere Absatzmöglichkeiten durch eine stärkere Wahrnehmung der vorhandenen Flächen- und Leistungskapazitäten. Aus diesem Grunde soll die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing verstärkt werden um im Markt mehr Aufmerksamkeit zu generieren.

Aufgrund des im Markt bereits platzierten Branding „DeltaPort“ soll die gemeinsame Gesellschaft den Namen „DeltaPort Nieder­rheinhäfen“ tragen. Der Unternehmenszweck der Gesellschaft ist die Planung und Durchführung von Marketingmaßnahmen und Werbung, Verkaufsförderung und Öffentlichkeitsarbeit für Logistikstandorte der an der Gesellschaft beteiligten Unternehmen. Das Kerngeschäft der Flächenentwicklung und Vermarktung verbleibt bei den einzelnen Gesellschaftern und somit bei den jeweiligen Hafengesellschaften.

Die Gesellschaften ergänzen sich hierbei ideal. Während das Containerterminal des Port Emmerich seine Kapazitätsgrenze nahezu erreicht hat, bieten die DeltaPort-Häfen noch erhebliche Entwicklungspotentiale. Um den in der Emmericher Region befindlichen Kunden auch weiterhin Umschlagkapazität anbieten zu können, kann über die Verlagerung von Güterströmen neu zu belegende Kapazität am Standort Emmerich generiert werden. Beide Standorte gewinnen durch die Zusammenarbeit an Ausfallsicherheit und erhöhen somit das Kundenvertrauen an die Leistungsfähigkeit der in der Region befindlichen Häfen.

Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass in nächster Zeit immer mehr Güter, auch Massengut, in standardisierten Behältnissen transportiert werden und der Anteil am (offenen) Massengut­umschlag weiter sinkt, so dass hier entsprechende zukunftsträchtige Umschlaggeschäfte insbesondere für den NIAG Hafen Orsoy generiert werden müssen. Die Kooperationsgesellschaft zwischen drei Gesellschaftern soll dabei perspektivisch die Möglichkeit bieten, weitere Gesellschafter aufzunehmen und somit weitere Hafenstandorte im Rahmen gemeinsamer Marketingmaßnahmen im Markt zu präsentieren. Dies erhöht wiederum die Öffentlichkeitswahrnehmung für die „DeltaPort Nieder-rheinhäfen“ und stärkt somit die Einzelinteressen der jeweiligen Gesellschafter.