Die Volkshochschule: Ein Ort des gemeinsamen Lernens

Die Volkshochschule: Ein Ort

des gemeinsamen Lernens

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Die VHS Goch bietet auch 2018 Integrations-, Sprach- Näh- und Malkurse an

VHS-Direkter Theo Reintjes stellte in der VHS-Geschäftsstelle im Gocher Langenberg-Zentrum das Programm für 2018 vor. NN-Foto: SP

GOCH. Die Volkshochschule sei ein Ort des gemeinsamen Lernens, sagt Theo Reintjes, Direkter der VHS-Goch. „Hier wollen Menschen das Miteinander des Lernens pflegen. Deshalb haben wir auch 150 Volkshochschulen in Nord-rhein-Westfalen und nicht nur eine Zentrale“, erläutert Reintjes weiter. Im neuen VHS-Programm für das erste Semester im Jahr 2018 finden sich zwar auch sogenannte Webinare wieder, allerdings sind die nur eine Ergänzung zum weiteren Angebot.

Der Ort des gemeinsamen Lernens ist eben nach wie vor gefragt. 2017 hat die Volkshochschule Goch inklusive der dazugehörigen Standorte in Kevelaer, Uedem und Weeze 12.500 Stunden Unterricht gegeben. Mehr als 500 Kurse beinhaltete das Angebot. Die selben Zahlen sind auch für das Jahr 2018 geplant.

Ein großer Teil der gesamten Arbeit machen nach wie vor die Integrationskurse aus. Bis zu 200 Leute pro Woche besuchen sie. „Mittlerweile sind wir da an unserer Grenze, auch vom Personal her, angekommen“, sagt Reintjes. Der zu leistende Aufwand sei in diesem Bereich sehr hoch.

Gefragt sind aber auch die Weiterbildungsangebote an der Volkshochschule, wie Reintjes erklärt: „Wir haben 30 Anmeldungen für den Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses und 20 Anmeldungen für den Erwerb des Hauptschulabschlusses.“ Das sei erfreulich.

Wer sich nur im Bereich der Linguistik weiterbilden möchte, kann dies auch nach wie vor an der VHS tun. Sprachen wie Englisch, Spanisch oder Französisch werden in unterschiedlichen Sprach-Niveaus angeboten, ebenso wie Deutsch als Fremdsprache für Zugezogene. Mit Japanisch, Chinesisch, Arabisch und Russisch sind zudem auch exoterischere Sprachen im Programm enthalten. Zusätzlich gebe es noch einen Latein-Kurs, so Reintjes. „Latein ist zwar eine alte, aber keineswegs eine tote Sprache“, findet der Direktor.

Kurse zur beruflichen (Weiter-)Bildung gibt es 2018 ebenfalls, etwa zum kaufmännisschen Grundwissen oder zu Schlüsselkompetenzen. Auch EDV-Kurse zur Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation am PC werden angeboten. Außerdem bietet die VHS weiter die altbewährten Näh- und Malkurse an. In Kursen wie Yoga, Zumba oder Badminton geht es darüber hinaus sportlich zu. Bewährt haben sich auch Studienreisen, Kulturfahrten oder Themenabende welche die Volkshochschule mehrfach jährlich anbietet. „Sie sind immer gut besucht“, sagt Reintjes.

Ein spannendes Webinar wird es beispielsweise am Donnerstag, 21. Juni, in der Begegnungsstätte in Kevelaer geben. Die Volkshochschule Böblingen hat zum Thema „Cannabis als Medizin“ Dr. med. Johannes Horlemann, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, eingeladen. Die Gocher VHS schaltet sich per Videochat übers Internet zum Vortrag hinzu. Die Gäste in Kevelaer können per Chat dann Fragen an Horlemann stellen. Das Webinar habe sich bereits zu anderen Themen gerade im Bereich Gesundheit als erfolgreich herausgestellt. „Es ist eine tolle Möglichkeit für uns, bei solchen Vorträgen dabei zu sein und das Fragenstellen über Chat klappt wunderbar“, so Reintjes, der das als schöne Ergänzung zum sonstigen umfangreichen Angebot der Volkshochschule sieht.