Angebot der Volkshochschule wächst in Kleve immer weiter

Angebot der Volkshochschule

wächst in Kleve immer weiter

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Fast 25.000 Stunden werden im Jahr gegeben / Sprach-Kurse am stärksten

Das Team der VHS Kleve Thomas Ruffmann, Leiter Alf-Thorsten Hausmann, Melanie Dekker, Renate Schmitz und Willi Holtermann (v. l.) stellten das Programm vor. NN-Foto: SP

KLEVE. Die Zahl der Kurse an der Volkshochschule (VHS) Kleve geht weiter nach oben. „Wir hatten vor drei Jahren eine Stundenzahl von 16.500. Jetzt sind wir bei 24963. Das ist ein Anstieg von 50 Prozent“, sagt VHS-Leiter Alf-Thorsten Hausmann. Das sei vor allem eine koordinative Herausforderung. Denn die Räumlichkeiten an der Hagschen Poort reichen bei weitem nicht aus, um alle Angebote bewältigen zu können. Viele Kurse finden deshalb unter anderem in Schulen statt.

Der größte Themen-Bereich ist nach wie vor die Sprache. Sie macht mit 16.000 Stunden mehr als die Hälfte des kompletten Angebots aus. Dieses hat sich in den vergangenen Jahren allerdings auch in der Linguistik geändert. So ist die Teilnehmerzahl der Niederländisch-Sprachkurse etwa zurückgegangen. „Dadurch, dass die Gruppen nun kleiner sind, kann aber individueller und vielleicht sogar besser gelernt werden“, sieht Renate Schmitz, Leiterin des Fremdsprachen-Fachbereiches, die Veränderungen auch positiv. Neben Niederländisch kann an der VHS weiterhin auch Italienisch, Englisch, Französisch oder Spanisch in unterschiedlichen Sprach-Niveaus erlernt werden.

Ein nach wie vor großes Interesse besteht an den Deutsch-Kursen, welche die VHS gemeinsam mit den Dozenten etwa für Flüchtlinge anbietet. „Damit haben wir ja schon 2005 angefangen und das wird uns sicherlich noch die nächsten acht, zehn oder zwölf Jahre begleiten“, meint Schmitz. Deshalb ist mit Melanie Dekker eine pädagogische Mitarbeiterin hinzugekommen, die im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ unterstützend tätig ist. Seit Oktober 2016 ist die VHS Kleve zudem zugelassener Kursträger für berufsbezogene Deutschsprachförderung. Ein Ziel ist zusätzlich die Einrichtung eines BAMF-geförderten C1-Kurses, so dass fleißige Teilnehmer mit ihrem Sprach-Zertifikat auch an deutschen Hochschulen studieren dürfen oder anderweitig beruflich Fuß fassen können.

Die Volkshochschule hat im ersten Halbjahr 2018 aber auch Neues im Angebot. So wird am Abend des 12. April ein Vortrag zum Thema „Wir wird man Youtuber?“ veranstaltet. „Er soll zeigen, wie man das Thema Youtube mit Hand und Fuß angehen kann, um mit seinen Videos auch ein wenig Geld verdienen zu können“, sagt Willi Holtermann von der VHS. Sollte der Vortrag gut besucht sein, stünde auch einem eigenen Youtube-Seminar, indem weitere Tipps und Kniffe gegeben werden, nichts im Wege.

Sportlich wird es dagegen in den Zumba- oder Pilates-Kursen, die es erneut ins VHS-Programm geschafft haben. Eine weitere Neuerung ist dagegen „Ashtanga Yoga“, das eine anspruchsvollere Variante der beliebten Sportart darstellt. „Die Nachfrage nach Yoga ist immer noch sehr groß“, sagt Thomas Ruffmann vom VHS-Team.

Ein kompaktes Praxisseminar zum Thema Rosen bietet am 9. Juni Ralf Dammasch auf seinem Reidelhof in Goch an. Er ist bekannt aus der Vox-TV-Sendung „Die Beetbrüder“. Für einen Kurs bei ihm nehmen die Teilnehmer sogar längere Fahrten in Kauf, wie Hausmann sagt. „Wir hatten sogar schon eine Anfrage von einer Frau aus Bayern“, berichtet der Leiter der Klever Volkshochschule.

Beim Forum Internationale Politik kooperiert die VHS wieder mit der Fakultät Gesellschaft und Ökonomie an der Hochschule Rhein-Waal sowie dem Verein Haus Mifgash. Das Thema im April wird das internationalisierte Fußball-Geschäft sein. Dazu darf und soll das Publikum mit den Experten diskutieren.

Das vollständige VHS-Programm liegt ab sofort aus. Am kommenden Mittwoch, 17. Januar, gibt es von 16 bis 19 Uhr zudem einen Beratungstag in der Volkshochschule Kleve, Hagsche Poort 22. Die offizielle Semestereröffnung ist am Freitag, 2. Februar, um 20 Uhr in der VHS. Eva Karnofsky wird dann aus ihrem Niederrhein-Krimi „Mutterkälte“ im Vortragssaal vorlesen.