Alles im Sinne der Patienten

Alles im Sinne der Patienten

Kooperation von Neurologie der LVR-Klinik Bedburg-Hau und Geriatrie im Willibrord-Spital Emmerich

Die Kooperation ist nun fixiert – hinten v. l.: Holger Hagemann (stellvertretender Geschäftsführer Willibrord-Spital), Dr. Dieter Morlock (Geschäftsführer Willbrord-Spital), Dr. Christoph Baumsteiger (Chefarzt LVR-Föhrenbachklinik) Dr. Jochen Heger (Ärztlicher Direktor Willibrord-Spital); vorne v. l.: Dr. Guido Orth (Chefarzt Geriatrie Willibord-Spital), Anita Tönnesen-Schlack (Ärztliche Diektorin LVR-Klinik Bedburg-Hau) und Stephan Lahr (Kaufmännischer Direktor LVR-Klinik). NN-Foto: MB

KREIS KLEVE. Es ist eine „Kooperation im Sinne einer besseren Versorgung neurologischer Patienten“, sagt Stephan Lahr, kaufmännischer Direktor der LVR-Klinik Bedburg-Hau, über die Vereinbarung mit dem St.-Willibrord-Spital in Emmerich. Damit wollen die beiden Kliniken die Behandlungsqualität für neurologische und geriatrische Patienten standortübergreifend verbessern.

Rund 800 Patienten mit einem Schlaganfall werden jährlich an der LVR-Föhrenbachklinik behandelt, etwa 300 kommen aus dem Emmericher Krankenhaus. Dort werden in der Geriatrie rund 1.300 Patienten im Jahr betreut. „Es gibt viele Berührungspunkte zwischen unseren Häusern“, sagt Dr. Christoph Baumsteiger, Chefarzt der Föhrenbachklinik. „In den vergangenen Jahren hat sich eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten entwickelt.“

Zunächst erfolge die Akutbehandlung in der Neurologie – an der LVR-Klinik in Bedburg-Hau und der Stroke Unit in Kleve –, dann folge die Verlegung in die Geriatrie nach Emmerich zur Frührehabilitation. Dies habe sich bewährt, denn „viele Patienten wollen zur Reha nicht ins Sauerland, da sie beispielsweise Wert auf Angehörigen-Besuche legen“, sagt Baumsteiger. Zudem sei aufgrund von Einschränkungen oftmals noch eine weitere geriatrisch-neurologische Betreuung notwendig. „Mit dieser Kooperation können wir auch gemeinsam Behandlungsstrategien entwickeln“, ergänzt Baumsteiger.

Dr. Guido Orth, Chefarzt der Geriatrie im Willibrord-Spital, sagt im Rückblick: „Das Menschliche hat von Beginn an gestimmt, wir haben eine Vertrauensbasis aufgebaut.“ Nun habe man das fixiert, was man zuvor schon informell gelebt habe: kurze Wege, respektvoller Umgang. Während die akut-neurologischen Patienten bei Dr. Baumsteiger gut aufgehoben seien, „können wir als Akut-Klinik eine Frührehabilitation durchführen – ein großer Vorteil“. Zudem könne man auch in Emmerich eine hohe neurologische Expertise bieten.

Bei aller Vernetzung, so betont Stephan Lahr, bleibe jeder Verbund eigenständig; „der LVR hat sich aber eine möglichst umfangreiche Vernetzung auf die Fahne geschrieben“. Auf Emmericher Seite legt man ebenfalls großen Wert auf die Zusammenarbeit mit Bedburg-Hau, „da wir aufgrund des Landesbettenplans keine Akut-Neurologie betreiben dürfen“, erläutert Dr. Dieter Morlock, Geschäftsführer des St.-Willibrord-Spitals, und stellt fest: „Die Kooperation zeigt, dass der Rhein keine Grenze mehr ist.“ Die Patienten profitierten rechts- und linksrheinisch von den jeweiligen Spezialisierungen der Kliniken.